Bunker:Talk – Podcast von Staiger hat neue Staffel mit Wolfgang M. Schmitt gestartet

„Es ging nie nur um den Bunker“, wird in einem Trailer zur Videoserie 'Paradise' gesagt. Ein Satz, der auch zu Marcus Staiger passen könnte. Einst gründete er das Deutschrap-Label 'Royal Bunker', war aber auch u.a. Fabrikarbeiter, Koch, Stadtführer… und Radiomoderator. 2021 kam dann sein erster 'Bunker:Talk' raus. Nach einem Dutzend Folgen machte aber dieser Podcast jahrelang Pause. Bis jetzt! Am 27. März 2026 veröffentlichte er nun zum neuen Staffelstart sein Gespräch mit Wolfgang M. Schmitt über „Champagner, Sozialismus, Kunst & Literatur“!

Screenshot aus dem Video vom Bunker:Talk mit Wolfgang M. Schmitt, im Bild links

Gleich zu Beginn gewährt Staiger auch persönliche Einblicke. Bevor es irgendwann die Möglichkeit gab, selbst einen Podcast zu machen, wurden seine Ambitionen als Talkmaster erst ausgebremst: „Das ist einer meiner großen Fails, dass ich bei Radio Fritz gearbeitet habe und die mochten mich nicht.“

Darunter hätte er schon gelitten. Doch dann gab es irgendwann kein Halten mehr. Beim 'Bunker:Talk' ging es in den vorherigen Folgen natürlich vorwiegend um Deutschrap. Staiger hatte u.a. Disarstar (u.a. Top-Ten-Album 'Rolex für alle'), PTK (Akronym von Pöbel tötet König), Yassin (neues Album “Zeit zu sterben” mit Audio88 kommt Mai '26) Moses Pelham und Fler vor dem Mikrofon.

Was könnt ihn Staiger fragen?

Deutschrap ist jetzt (leider) kein Thema. Es geht Staiger eher darum, welchen (politischen) Einfluss Kultur-Erzeugnisse wie Film, Literatur, Musik und Theater auf Menschen – und natürlich insbesondere auf Wolfgang M. Schmitt – hatten und haben können. Schließlich ist der Bunker-Präsident selbst vielseitig interessiert.

Zumindest gilt er laut genius.com „… scherzhaft als derjenige, der alle offenen und ungeklärten Fragen der Welt beantworten könne.“ Jedenfalls gab es mal eine Zeit, in der als Zusatz „könnt ihr Staiger fragen“ auf alle möglichen Themen angewendet wurde, nachdem Bushido diese Zeile in Bezug auf eine (Fax-)Nachricht rappte.

Überraschend beginnt daher das Gespräch zuerst mit der Frage, welches Getränk Schmitt bei seinem bekanntesten Webvideo-Format 'Die Filmanalyse' am Liebsten auf dem Tisch stehen hat. Es ist was Nichtalkoholisches. Darüber, dass er auch mal als „Champagnersozialist“ bezeichnet wurde, kann er selbst gut lachen. Denn das passt schon!

Odd Wolfgang kills them all

Dass er stets im Anzug auftritt, ist so ein anderer Punkt, der viele überrascht und quasi danach besprochen wird. Dabei sagt Schmitt, dass er schon als Jugendlicher – wie er es nennt – verhaltensauffällig war: „Ich habe mich eigentlich in der Schulzeit doch am Ende lieber mit dem Lehrer über den neuen Roman von Martin Walser oder Peter Handke unterhalten, als jetzt mit meinesgleichen darüber nachzudenken, wo man heute Abend aus dem Schlauch Bier trinkt.“

Nach etwas mehr als 70 Minuten erklärt Staiger schließlich, warum er Schmitt eigentlich auch eingeladen habe. Er möchte über unser „Wirtschaftssystem und was man sich da anderes vorstellen könnte“ reden.

Danach geht es unter anderem um Demokratie und Ungleichheit, Kapital, Konsum und Investitionen. Gerne hätte Staiger auch noch über kritische Männlichkeit mit Wolfgang M. Schmitt geredet. Aber nach dem ganzen Input davor plant er dafür lieber eine weitere Folge ein: „Okay, sparen wir uns auf für den nächsten Talk.“

Wir dürfen also aufs Sequel gespannt sein – oder wer demnächst befragt wird und dann zu diesem Thema was zu sagen hat! Gespannt bin ich auch, ob oder hoffentlich besser wie Schmitt sich neben Comedy-Charakter Jilet Ayse und Peter Fox („Pierre war hier gewesen“) auf der – ausgedruckten – Bunker-Wand verewigt.

Hier geht’s zur offiziellen Heimat vom 'Bunker:Talk', wo neben der Verlinkung zum Podcast z.B. auch das RB Antik mit alten mp3s und dem radio4real Archiv zu finden ist: http://www.royalbunker.de/

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