Der Hörold

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Langsam aber sicher steuert die Serie 'TKKG' auf das 250. Hörspiel zu – genau wie ich bei der Social-Media-Plattform Bluesky auf 250. Followers! Und da wir gerade beide bei der 241 stehen, stelle ich hier mal passenderweise 'Das Rätsel der Gruselvilla' vor.

Links TKKG 241 auf einem Handy-Display, rechts eine Zeichnung von „TKKG Junior“ in einer Werbe-Broschüre

Magdalena Ludmann (gesprochen von Lisa Flachmeyer) hat die Gruselvilla auf dem verwilderten Nachbargrundstück der Sauerlichs gekauft. Als Willi, genannt „Klößchen“ (gesprochen von Manou Lubowski), seine Freunde zum Übernachten in seinem neuen Zelt einlädt, hören sie einen Schrei von dort.

Als sie nachschauen gehen, finden sie einen verletzten Gärtner (gesprochen von Erkki Hopf), dem eine Statur auf den Fuß gefallen ist. Kurz darauf ertönt ein weiterer Schrei – aus der Gruselvilla.

Frau Ludmann wurde anscheinend während einer kurzen Abwesenheit ihre Handtasche aus dem Foyer gestohlen. Seltsamerweise sind auch alle Türklinken verschwunden. Neugierig machen sich Willi und seine Freunde daran, diesen neuen Fall um das Rätsel der Gruselvilla zu lösen ...

Achtung, Aufnahme! Ein Blick hinter die Kulissen

Zu 'Das Rätsel der Gruselvilla' wird auf dem offiziellen YouTube-Kanal der Plattenfirma 'Europa' eine Hörprobe präsentiert, in der Tim (gesprochen von Sascha Draeger) für ihn in eher typischerweise zunächst einmal einen Landstreicher des Diebstahls verdächtigt. Immerhin weist ihn Gaby (gesprochen von Rhea Harder) auf Folgendes hin: „Es gab keine Indizien, die ihn hätten belasten können.“

Außerdem gibt es dort noch ein „Behind the Scenes“-Video. Darin erzählt Eva Weissmann (beziehungsweise Colombina), die Willis Mutter spricht, dass sie die Tochter von Marianne Bernhardt ist. Sie hatte diese Rolle bis zur Folge 219 (aus dem Jahr 2021) und bis ins hohe Alter inne.

Am 5. Juni 2022 ist sie im Alter von 81 Jahren verstorben. Ihre Tochter moderiert übrigens auch den Podcast 'Natürlich sprechen!', in dem sie schon u.a. … 'TKKG'-Regisseurin Heikedine Körting zu Gast hatte.

Wer die Sprecher*innen übrigens gerne mal live erleben würde, kann sich jetzt schon Tickets für die Hörspiel-Tour 2027 sichern, die am 29. Januar in Wolfsburg startet. Die Abendveranstaltung in Hamburg ist sogar schon ausverkauft.

Offizielle Webseite: https://www.tkkg.de/produkte/details/das-ratsel-der-gruselvilla

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Anfang 2026 wurde von HoerTalk mal wieder zu einer Shortie-Challenge aufgerufen. Gesucht wurden Geschichten für ein kurzes Hörspiel zum Thema 'Alarmstufe Rot'. Philine Rathgeber nutzte die Gelegenheit, eine etwas ältere Idee für eine Science-Fiction-Serie aufzugreifen und 'Die Abenteuer der Salvation' als ihr Erstlingswerk in Angriff zu nehmen. Das Ergebnis kann sich – auf YouTube beim HoerTalk oder SparklesTV – auf jeden Fall hören lassen!

Ausschnitt aus dem Artwort der 2. Folge zeigt vieräugige Außerirdische

„Die Salvation, ein Sternenkreuzer der Menschen, fliegt auf der Suche nach ihrem verschollenen Schwesternschiff, der Solaris, durch die Unendlichkeit des Alls“, leitet Angela Wilke als Erzählerin in die Geschichte ein. Kapitänin ist die Fratha-ide Slinjid Actur (gesprochen von Philine Rathgeber).

Nicht alle Crew-Mitglieder sind davon begeistert, unter dem Kommando von einer vieräugigen Außerirdischen zu stehen, deren Körper – bis auf die beiden Arme – dem einer Schlange nicht unähnlich ist.

Doch noch während der Arzt Bruno Fars (gesprochen von Jan Hennings) einen Streit vom Zaun bricht, bekommt die Salvation ganz andere Probleme. Sie wird von einem fratha-idischen Kreuzer, dessen Kommandant (gesprochen von STORYoshi) die Verräterin tot sehen will, unter Beschuss genommen ...

Kurz und schmerz… haft – und der Auftakt für mehr

Inzwischen ist mit 'Das Gift der Vergangenheit' auch schon Teil 2 veröffentlicht worden. Dass es eine Fortsetzung geben würde, war absehbar. Denn schließlich heißt es ja nicht 'Das Abenteuer...', sondern 'Die Abenteuer der Salvation'.

Übrigens ist am 24. Mai 2026 nach 'Die Larinde-Saga 4: Der Pakt', 'Wenn das System lügt' und 'Überfällig' auch noch das fünfte und damit letzte Shortie aus der 'Alarmstufe Rot'-Challenge veröffentlicht worden: 'Impact' von Pascal Pucher. Auch eine Science-Fiction-Story mit u.a. STORYoshi als Erzähler, Anja Klukas als Zweite Vizekommandantin Morelli und … Philine Rathgeber als Schiffs-KI Auris.

Pascal Puscher ist wiederum auch in 'Das Gift der Vergangenheit' dabei. Da groovt sich anscheinend gerade eine Gruppe in der HoerTalk-Community ein, um sich gegenseitig ordentlich zu pushen. Dran bleiben könnte sich lohnen, würde ich sagen.

Fürs Hörspiel des Jahres wird es voraussichtlich nicht reichen, aber Spaß macht es allemal. Und mit 'Fäden des Schicksals' ist sogar Nummer 3 der Reihe namentlich angekündigt. Die Abenteuer der Salvation haben also gerade erst begonnen!

Link zur YouTube-Playlist: https://www.youtube.com/playlist?list=PLiv-_ZQ9LSJtnTw0Z6lKLEA3TqEXGC2z_

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„I would prefer not to.“, lautet der Satz, mit dem Herman Melville 1853 die wohlklingende Formel für passiven Widerstand geschaffen hat. Neben 'Moby Dick' ist sein Kurzgeschichte 'Bartleby, der Schreiber' eines der Werke, das es zur Weltliteratur brachte. Immer noch beschäftigt es die Menschen. So auch mit immer neuen Übersetzungen – wie im List Verlag (1997) – und Interpretationen als Hörbuch. Drei davon stelle ich hier vor: Vom Saarländischen Rundfunk (1975, beim DAV wiederveröffentlicht), vom Argon Verlag (2007) und vom WDR 5 (2024).

Das Buch 'Bartleby' von Herman Melville in der Mitte umrahmt von zwei Hörbuch-Varianten

Als ich mich zu Pfingsten entschloss, endlich mal 'Bartleby' zu hören, war mir nicht klar, wie verschieden dieser Text interpretiert würde. Dabei geht es nicht einmal nur darum, was aus ihm als Botschaft gezogen werden könnte, sondern auch wie die Übersetzungen die Interpretationen beeinflussen.

Die Interpretation durch die drei unterschiedlichen Sprecher Walter Hilsbecher (1975), Lambert Hamel (2007) und Benno Schulz (2024) sind dagegen nicht sonderlich überraschend von einander abweichend. Alle drei machen ihre Sache gut, als etwas älterer Ich-Erzähler darüber zu berichten, was mit Bartleby für ein seltsamer Mitarbeiter eines Tages in seine Anwaltskanzlei „eingezogen“ ist.

Das mit „eingezogen“ ist dabei später tatsächlich wortwörtlich zu verstehen. Denn nachdem Bartleby zu Beginn seine Arbeit als so genannter Kopist äußerst fleißig beginnt, lehnt er zusehends alles andere mit einem freundlichen Hinweis ab: „Ich würde vorziehen, es nicht zu tun.“

Erst möchte er nicht bei der Kontrolle anderer Schriftstücke helfen, dann keine Besorgungen machen und schließlich auch nicht mehr als Kopist arbeiten. Trotzdem möchte er aber auch nicht mehr das Büro verlassen. Doch was könnte das bedeuten und wo enden, wenn es jemand immer vorzieht, etwas lieber nicht zu tun?

Wie kann das übersetzt werden?

Es ist vor allem diese seine Ausdrucksweise, die Bartleby schwer fassbar macht. In einigen Übersetzungen heißt der Satz nämlich schlicht: „Ich möchte lieber nicht.“

Das trifft es aus meiner Sicht nicht so gut. An anderer Stelle funktioniert es aber bestens. Was mir bei der Übersetzung beim WDR als Wort zum Beispiel sehr gefallen hat, ist die Schimpftirade eines Kollegen, in der er Bartleby als einen „Möchtenicht“ bezeichnet. Die letzten Worte des Ich-Erzählers deuten an, dass es in der Schilderung Melvilles um mehr geht als um die irrwitzige Entwicklung eines Einzelschicksals: „Ah Bartleby! Ah humanity!“

Meistens wird es wohl mit „Ach Bartleby! Ach Menschheit!“ übersetzt. Aber auch hier setzt der WDR mit „Oh Bartleby! Oh Menschentum!“ einen anderen Akzent.

Demnach ginge es nicht um die Bevölkerung dieses Planeten, sondern eher um das, was das Sein des Menschen auszeichnet. Umso bedauerlicher ist es, dass nicht direkt angegeben wird, wer den Text für diese Interpretation übersetzt hat. Erst diese Übersetzung ermöglicht mir einen anderen Zugang zu der Geschichte. Etwas, was künstliche Intelligenz vermutlich so nicht hinbekommen kann.

Offizielle Seite: https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/lies-mir-was-vor/bartleby-der-schreiber-100.html

Podcast zum Widerstand …äh... Wohlstand für alle

Wolfgang M. Schmitt und Ole Nymoen haben sich auch in ihrem Podcast 'Wohlstand für alle' bereits im April 2021 mit 'Bartleby' beschäftigt. Wie üblich geht es ihnen um den Blick auf die ökonomischen Zusammenhänge.

Ole findet vor allem einen zweiten – neben dem ganz oben in der Einleitung verwendeten – Satz besonders bemerkenswert, den der Ich-Erzähler sagt: „Nichts erbittert einen ernsthaften Menschen so sehr wie passiver Widerstand.“ (Im Original: „Nothing so aggravates an earnest person as a passive resistance.“)

Zum Podcast: https://www.podcast.de/episode/698964574/literatur-4-herman-melville-bartleby-der-schreiber

Viele sehen daher in der Erzählung vor allem ein Beispiel dafür, wie Widerstand bis in die letzte Konsequenz durchgezogen werden könnte – vor allem dagegen, wie im Kapitalismus die Menschen als Humankapital versachlicht werden. Der Audio Verlag (DAV) nennt das Ganze dagegen auf der Hörspiel-Box eine „Erzählung, die Melvilles Ruf als Vertreter der amerikanischen Schauerromantik alle Ehre macht.“

Am Ende müssen alle eben doch selbst interpretieren, was ihnen dieses Werk an Erkenntnis bringt.

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Ich weiß noch genau, wie das alles begann! Das Hörspiel 'Die drei ??? – und der Super-Papagei' legte am 12. Oktober 1979 den Grundstein für eine Serie, die langsam aber sicher auf die 250. Folge zusteuert. Dass ich es das erste Mal gehört habe, ist erst etwas später gewesen. Es aber jetzt noch mal mit deutlich Abstand Revue passieren zu lassen, macht Spaß!

Kassette vom Hörspiel „Die drei ??? – und der Super-Papagei“

„Hey Peter, jemand ruft um Hilfe!“, stellt Justus Jonas (gesprochen von Oliver Rohrbeck) im ersten Satz der Geschichte fest und eröffnet das Ganze doch schon recht dramatisch. Kurz danach werden Peter (gesprochen von Jens Wawrczeck) und er von einem Mann mit einer Waffe bedroht.

Dabei sollte es nur darum gehen, dass die Junior-Detektive einen verschwundenen Papagei wiederfinden sollen. Oder auch zwei. Jedenfalls vermisst auch Irma Waggoner (gesprochen von Katharina Brauren) ihren Vogel. Alle Tiere sag(t)en seltsame Sprüche auf wie zum Beispiel: „Weiß wie Schnee – rot wie Blut – braun wie Zedernholz. Ist Sherlock Holmes zu Hause?“

Der unheimliche Mann lässt die Jungs natürlich laufen, weil alles ein Missverständnis gewesen sei und der Papagei wieder da sein soll. Aber so leicht lassen sich die drei ??? nicht abwimmeln. Schließlich finden sie heraus, dass es noch mehr Papageien gibt. Und was diese zu erzählen haben, scheinen durchaus wertvolle Hinweise zu sein, um ein größeres Geheimnis zu lösen …

Ein paar Rätsel werden aber wohl nie gelöst werden: – Wieso krächzt ein Papagei schon im Versteck der drei ???, bevor sie überhaupt einen gefunden haben? – Warum spricht Justus vom Anruf seiner Mutter, obwohl er bei seinem Onkel und seiner Tante wohnt? – Wieso wird ein Ara auf dem Cover gezeigt, obwohl der Super-Papagei ein schwarz-gefiederter Mynah (Bergbeo) ist?

Ruht in Frieden, Holmes, Hitchcock und Hugenay!

Als Erzähler schlüpft Peter Pasetti, der selbst in einer anderen Hörspiel-Serie Sherlock Holmes gesprochen hat, in die Rolle von Alfred Hitchcock. Der Original-Autor der Bücher hatte damals gefragt, ob er den berühmten Regisseur als Figur in seine Geschichten einbauen dürfte. Aus rechtlichen Gründen musste der Name später in Albert Hitfield geändert werden.

In diesem Fall treffen die drei ??? auch erstmals auf den französischen Meisterdieb Victor Hugenay (gesprochen von Wolfgang Kubach) – aber definitiv nicht das letzte Mal. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder in der Hörspiel-Serie. Aber das ist dann wohl „… ein spezialgelagerter Sonderfall“, der ein anderes Mal vielleicht genauer besprochen wird!

Offizielle Webseite (mit einer Special Edition): https://shop.play-europa.de/products/die-drei-und-der-super-papagei-folge-1-special-limited-vinyl-edition?srsltid=AfmBOopO6gecULyKm8k_1tBPimSekdDhpsyHK4Th24KQeMg946srVkTc

P.S.: Noch ein wichtiger Hinweis! In der CD-Version aus meiner Bücherei ist ein “Beipackzettel” enthalten. Darin heißt es: „Dieses Buch/Hörspiel ist vor vielen Jahren entstanden. Es enthält Geschichten oder Bilder, die Menschen diskriminieren und verletzten können. [...]. Bitte sprecht gemeinsam mit Erwachsenen darüber.“

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Im Einsatz fürs 'Project Hail Mary' – was soviel wie Himmelfahrtskommando oder Verzweifelungstat bedeuten könnte – wird der Astronaut Ryland Grace (in der Verfilmung gespielt von Ryan Gosling) auf eine Mission ins Tau-Ceti-Sternsystem geschickt. Dort soll er eine Lösung dafür finden, wie die Astrophagen bekämpft werden können, welche die Erde auszulöschen drohen. Doch er ist nicht der Einzige, der sich auf eine solche Suche gemacht hat. Kann der Feind meines Feindes ein bester Freund sein?

Deutsches Hörbuch zu 'Project Hail Mary' auf einem Handy, dahinter das Poster an einer Kino-Fassade

„Was ist zwei plus zwei?“, lautet der erste Satz im Hörbuch. Vielleicht deutet sich damit schon an, dass hier durchaus das erste Wort in Science Fiction bei dieser Geschichte einen ziemlich großen Raum einnimmt. Denn nahezu alles, was Grace macht und denkt, wird wissenschaftlich erklärt.

Warum fragt ihn der Bordcomputer diese einfache mathematische Aufgabe? Wie funktioniert sein Raumschiff? Und wie wird ein Kontakt mit einer Lebensform aufgenommen, die sich unter gänzlich anderen Rahmenbedingungen entwickelt hat?

„Was ist hier eigentlich los? Das wüsste ich wirklich gern, aber ich habe nicht viele Anhaltspunkte“, fragt sich Grace direkt auch selbst zu Beginn. Stellvertretend wohl für alle, die das in dem Moment gerade hören. Nach und nach kommt dabei Licht ins Dunkel. Die letzte Frage, die Grace am Ende des Hörbuchs stellt, ist diese: „Wer von euch kann mir sagen, wie groß die Lichtgeschwindigkeit ist?“

Guck mal, wer da spricht

Ryan Gosling wird im Film wie (nahezu?) immer von Tommy Morgenstern synchronisiert. Seine Stimme kennen Hörpsiel-Fans u.a. aus verschiedenen Produktionen von Titania Medien ('Gruselkabinett') und aus der Serie 'Howard Phillips Lovecraft – Chroniken des Grauens' von WinterZeit Audiobooks.

Als das Hörbuch 2021 aufgenommen wurde, war wahrscheinlich nicht absehbar, welcher Schauspieler den Astronauten spielen würde. Als Vorleser wurde damals Richard Barenberg ausgewählt. Schließlich wurde schon 2015 'Der Marsianer' von Andy Weir mit ihm aufgenommen. Mit der im letzten Monat veröffentlichten Lesung von 'Darth Bane' (Star Wars) bleibt er aber auch 2026 weiter der Science Fiction treu.

It’s... A Hard Days’ Night ...in a... Yellow Submarine … Across The Universe

Gewidmet ist der Roman von Andy Weir aber nicht einem Wissenschaftler wie Stephen Hawking, sondern John, Paul, George und Ringo. Vor allem ältere Semester wissen sofort, dass die englische Band The Beatles gemeint ist. Ihnen zu Ehren nennt Weir auch vier kleinere Info-Kapseln so, die zur Erde zurückgeschickt werden sollen, wenn Grace eine Lösung gegen die Astrophagen gefunden hat.

Andy Weir selbst soll Softwareentwickler sein, der sich einfach in seiner Freizeit für Physik, Mechanik und die Geschichte der bemannten Raumfahrt interessiert. Da ist es auf jeden Fall beeindruckend, was für Wissen zusammengetragen wurde – inklusive der Vorstellung einer zwischenmenschli... äh... zwischenlebensförmigen Begegnung!

Doch es gibt auch Kritik am Werk – zumindest was die Umsetzung fürs Kino angeht. Wolfgang M. Schmitt fasst das für 'Die Filmanalyse' in der Beschreibung zu seinem Video so zusammen: „Science-Fiction und Buddy-Komödie verbinden sich zu einem kruden Werk, das unfreiwillig das Verhältnis von Staat und Bürger klärt.“

Diese Einschätzung ist nicht ganz unberechtigt, würde ich sagen. Aber wer überlegt, Astrophysik, Exobiologie oder ähnliche Fächer studieren zu wollen oder sich in Anlehnung an – greife ich mal wie Wolfgang M. Schmitt die naheliegenden Vergleiche auf – 'Armaggedon' und 'Interstellar' auf ein kleines Weltraum-Abenteuer begeben mag, hat hier ein unterhaltsames Werk vorliegen.

Offizielle Webseite: https://www.penguin.de/autoren/andy-weir/526704

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Übermorgen am 14. Mai 2026 startet offiziell die Verfilmung vom Roman 'Glennkill' der bayrischen Autorin Leonie Swann aus dem Jahr 2005. Wer den so genannten „Schafskrimi“ weder sehen noch lesen kann oder mag, hat die Möglichkeit, stattdessen aufs Hörbuch gelesen von Andrea Sawatzki zurückzugreifen. Maucht auf jeden Fall eine Määh-nge Spaß!

"Glennkill" in der Brigitte Hörbuch-Edition

„Wer bringt uns jetzt Heu?“, ist eine der ersten Fragen der Herde vom irischen Schäfer Georg Glenn, als sie ihn tot neben dem Heuschuppen unweit des Feldweges finden. Miss Maple, das klügste Schaf von ganz Glennkill, beschäftigt aber was anderes: „Wollt ihr denn nicht wissen, woran er gestorben ist?“

An einem Spaten in seiner Brust, stellt Sir Ritchfield, der selbst als ältester Widder der Schafherde noch sehr gut sehen kann, das Offensichtliche fest und klar. Was Miss Maple (im Film Lily genannt und von Anke Engelke gesprochen) zu ihrer nächsten Frage führt: „Und woher der Spaten?“

Also beschließt das Schaf, den Spatenstecher zu überführen. Unterstützt wird Miss Maple dabei nicht nur von Ritchfield, sondern u.a. auch von der prächtig-wolligen Cloud, dem Zoo-Schaf Othello und Mopple (im Film gesprochen von Bastian Pastewka). Und Hilfe kann sie gebrauchen, denn schließlich ist der Mord ziemlich mysteriös …

Wem das Ganze übrigens gefallen hat, auch wenn es sich um eine leicht gekürzte Lesung handelt, der kann auch noch zu zwei Fortsetzungen greifen. 2010 folgte 'Garou' als ungekürztes Hörbuch ebenfalls gelesen von Andrea Sawatzki und schließlich vor wenigen Wochen im April 2026 'Widdersehen' gelesen von Maren Kroymann.

Wer allerdings lieber mal die Autorin Leonie Swann treffen und vorlesen hören möchte, hat in den nächsten Monaten Gelegenheit dazu: – 13.05.2026 Bremen, Thalia (Obernstraße 44-54) – 26.06.2026 Odenthal, Kräutergarten im Küchenhof (Carl-Mosterts-Str. 1) – 21.07.2026 München, Literaturhaus (Salvatorplatz 1)

Offizielle Webseite: https://www.dumont-buchverlag.de/buch/leonie-swann-glennkill-9783755815556-t-7819

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Gerade hat Hape Kerkeling wieder einen Kinohit mit 'Horst Schlämmer sucht das Glück' gelandet. Der kauzige Chefredakteur eines erfundenen Lokalblatts erlebt seit 2005 die schrägsten Abenteuer – u.a. 2007 in seinem ersten Hörbuch 'Ein Mann, ein Fjord'. Zumindest stielt er da in einer Nebenrolle quasi allen anderen die Show!

Das Cover zum Hörbuch zeigt Horst Schlämmer links und Hape Kerkeling rechts im Wasser eines Fjords

„Isch war nicht der Hauptakteur, aber isch war mit dabei. Und das ist wirklisch alles so wahr passiert, wie et hia erzählt wird. Jetzt pascht einfach ma’ uuf. Es is’ wirklisch ein Spielfilm für de Ohren“, leitet Horst Schlämmer nach der Vorstellung der wichtigsten Personen in die Geschichte ein.

Was er als Spielfilm für die Ohren ankündigt, ist tatsächlich kein „ganz normales“ Hörbuch. Die Dialoge werden direkt gesprochen und die Szenen nur kurz beschrieben wie beispielsweise hier: „Informationsstand im Einkaufszentrum. Norbert und Ute warten. Die Verkäuferin Waltraut Schwarz-Ebershagen ist im Gespräch mit Horst Schlämmer.“

Hauptakteur ist aber wie gesagt ein anderer, nämlich Norbert Krabbe. Der arbeitslose Bürokaufmann nimmt an quasi jedem Preisausschreiben teil und gewinnt auch mal eine Handnähmaschine, einen Römertopf (ohne Deckel) und … einen Fjord. Zumindest er freut sich darüber: „Das ist so eine Art Fluss – und der wird nach mir benannt!“

Der Haken daran ist aber, dass er dafür nach Norwegen reisen muss. Und so beginnt eine „Heldenreise“, wie sie sich der griechische Dichter Homer nicht besser für Odysseus hätte ausdenken können – inklusive einer Sirene namens Uschi Blum!

Horst Schlämmer sucht das Glück

  • 2005 wurde Horst Schlämmer ursprünglich für die RTL-Sendung 'Hape trifft' entwickelt.
  • 2007 folgte dann der Spielfilm (für die Ohren, bevor er verfilmt wurde) 'Ein Mann, ein Fjord'
  • 2009 erster Kinofilm 'Isch kandidiere'
  • 2026 zweiter Kinofilm 'Horst Schlämmer sucht das Glück'

Leider scheint es aber keine gute Idee gewesen zu sein, Horst „wiederzubeleben“. In seinem (Video-)Podcast 'Die Filmanalyse' bescheinigt Wolfgang M. Schmitt dem aktuellem Film, der schon nach wenigen Wochen eine halbe Millionen Zuschauer:innen angezogen hat, schlimmer als 'Das Kanu des Manitu' und der letzte 'Stromberg'-Film zu sein. Für ihn ist er sogar „...eine bodenlose Frechheit!“

Warum Wolfgang M. Schmitt zu so einem vernichtenden Urteil kommt, könnt ihr euch bei Youtube und Spotify kostenlos anhören. Hier ist die die Steady-Abo-Seite dazu: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/posts/7d340027-9d16-485d-ad61-061b44f1c434

Offizielle Webseite von Tacheles/Roofmusic zum Hörbuch: https://tacheles-hoerbuch.de/project/ein-mann-ein-fjord/

P.S.: Wer Wolfgang M. Schmitt übrigens nicht kennt, kann hier mehr über sein Interview im 'Bunker:Talk' von Marcus Staiger erfahren: https://write.literatur.social/der-hoerold/bunker-talk-podcast-von-staiger-hat-neue-staffel-mit-wolfgang-m

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„Der sensationelle Beginn vom Krieg der Sterne verschlägt nun auch als Filmhörspiel jeden 'Star Wars'-Fan den Atem“, heißt es in der Beschreibung auf der Rückseite der CD-Hülle zu 'Die dunkle Bedrohung' im Jahr 2005. Heute am 4. Mai (May the fourth) ist wieder Star-Wars-Day. In diesem Sinne: Schnall dich an, starte den Player und … möge die Macht mit dir sein!

CD vom Hörspiel zum ersten Star-Wars-Film

Um angeblich gegen zu hohe Zölle zu protestieren, blockiert die intergalaktische Handelsförderation den Planeten Naboo. Die zwei Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn (gesprochen von Bernd Rumpf) und Obi-Wan Kenobi (gesprochen von Philipp Moog) werden entsandt, um in dem Konflikt zu vermitteln.

Doch anstatt mit ihnen zu verhandeln, wird ein Großangriff gestartet. Zwar können die zwei fliehen und Königin Padmé Amidala (gesprochen von Manja Doering) in Sicherheit bringen, müssen aber auf dem gesetzlosen Wüstenplaneten Tatooine notlanden.

Dort treffen sie nicht nur auf Darth Maul (gesprochen von Tobias Meister), der im Auftrag seines dunklen Meisters die Jedis bekämpfen und Padmé zur Vertragsunterzeichnung zurückbringen soll – sondern auch auf einen Sklavenjungen namens Anakin Skywalker (gesprochen von Constantin von Jascheroff), der das Schicksal der ganzen weit, weit entfernten Galaxis verändern wird ...

Im Weltall hört ... sich's gut an

Regisseur Oliver Döring zieht bei der Umsetzung des Films als Hörspiel alle Register. Wobei es im die Lucasfilm Ltd. Auch leicht gemacht hat, wie auf der Rückseite der CD-Hülle aufgelistet wird:

  • der originale Filmsound
  • mit Joachim Kerzel als Erzähler
  • mit vielen, zum Teil seltenen Fotos im Booklet

Ob die gerade mal 65-minütige Aufnahme wirklich auch ohne die Bilder (im Kopf) zu verstehen sind, fällt mir schwer zu beurteilen. Aber insgesamt erscheint mir das Ganze als Einsieg ins Star-Wars-Universum ganz gelungen und auf jeden Fall hörenswert!

Offizielle Webseite: https://www.universal-music.de/star-wars/musik/star-wars-die-dunkle-bedrohung-495119

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„1862 war London eine Stadt voller Schatten, ein Ort sozialer Widersprüche. […]. Überall dazwischen, der von Ruß geschwängerte dichte Nebel, der alles umhüllte und die finsteren Geheimnisse der Stadt zu verbergen schien“, leitet Erzähler Kevin Germanicus in dieses Hörspiel ein. Was uns dann erwartet, ist dabei tatsächlich finster. Denn 'Der Todeskutscher von London' liefert nicht nur Scotland Yard genug Material für schlaflose Nächte!

Ausschnitt aus dem Cover zum Hörspiel zeigt den Todeskutscher von London

Als das Ehepaar Aster (gesprochen von Anja Klukas und Alexander Traxel) nach einem Theaterbesuch in eine freie Kutsche steigt, wird schnell klar, dass das ein Fehler war – ein tödlicher Fehler. Doch ein Raubmord kann nahezu ausgeschlossen werden. Beiden Opfern wurden die Hände abgetrennt!

Um dieses mysteriöse Verbrechen aufzuklären, holt sich Inspektor Holland (gesprochen von Jan Abraham) für die Ermittlung einen beförderten „Streifenpolizisten“ zur Hilfe. Diese Erfahrung von Detective Reed (gesprochen von Michael Malewski) ist für Holland entscheidend: „Als ehemaliger Bobby kennen Sie sich mit ihrer Spürnase ja auch mit den etwas finsteren Seitenstraßen aus.“

Doch bevor er im ersten Fall vorankommt, werden direkt zwei weitere, genauso verstümmelte Leichen gefunden. Eine Spur führt dabei zum Hauptbahnhof, wo ihnen von illegalen Kutschfahrern berichtet wird. Aber ist der Täter darunter?

Guten Soundjob mit dem Hörspiel gemacht

Verantwortlich für Buch, Produktion, Cut, Sound, Musik und Mix ist Markus Hildebrandt von Soundjob. Wie der Filmregisseur Alfred Hitchcock oder Comic-Veteran Stan Lee taucht er auch in einem kleinen Cameo-Auftritt als Otto auf.

Interessant ist auch die Erwähnung eines so genannten deutschen Viertels in London – welches es aber anscheinend gar nicht gegeben hat, wenn ich das auf die Schnelle richtig in meiner Online-Suche gesehen habe.

Die Dachzeile „Anatomie des Schreckens“ auf dem Cover ist übrigens als Hinweis zu verstehen, dass es sich um die Pilotfolge einer ganzen Reihe von Geschichten handelt. Mit 'Überlebe' ist im April 2026 noch ein Hörspiel veröffentlicht worden, das aber wohl inhaltlich nichts mit dem Todeskutscher zu tun hat. Auf jeden Fall dürften gerne weitere finstere Geheimnisse aufgedeckt werden!

Offizielle Webseite: https://www.hoerspielprojekt.de/music/der-todeskutscher-von-london/

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Seinen ersten offiziellen Auftritt hatte Batman in der Ausgabe „May, 1939“ der Detective Comics. Seitdem ist er nicht mehr aus der Popkultur wegzudenken. 2008 lieferte der Animationsfilm 'Gotham Knight' dann die Grundlage für eine gleichnamige CD-Serie. Deshalb möchte ich hier als Einstimmung auf den „offiziellen“ Batman-Tag morgen einfach noch mal das erste Hörspiel davon kurz vorstellen!

Foto der CD mit dem Hörspiel „Gotham Knight 1: Der Mann in Schwarz“

Batman (gesprochen von Sascha Rotermund, der unter anderem Jon Hamm als Werbefachmann Don Draper in 'Mad Men' synchronisierte) hat alle Hände voll zu tun, denn das Verbrechen schläft nie in Gotham City.

Als direkt zu Beginn des Hörspiels eine Joggerin am Flussufer einen regelrecht zerkauten Leichnam entdeckt, kommentiert das der Erzähler Gordon Piedesack entsprechend mit folgender Zeile: „Ein ganz normaler Morgen in Gotham City!“

Am gleichen Abend informiert Batman immerhin Commisioner Gordon (gesprochen von Reent Reins) darüber, dass er bereits die Identität des Opfers ermittelt hat.

Bei seinen Nachforschungen ist er dabei auf Folgendes gestoßen: „Greensmith ist nicht der einzige Obdachlose, der in den letzten Wochen Downtown verschwunden ist. Auf der Straße macht das alte Märchen von Krokodilen in der Kanalisation die Runde.“

Dunkler Ritter aus Leidenschaft

Doch das ist nicht das einzige Problem, dass die Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Denn auch weitere Verbrechen sorgen für Wirbel. Der Mann in Schwarz (gesprochen von Lutz Mackensy) überfällt die Besucher des Apero-Towers und in Little Odessa bekriegen sich mehrere Gangs.

Zudem wird bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung die Gastgeberin Teresa Williams (gesprochen von Philine Peters-Arnolds) erschossen. Kein Wunder also, dass hier nach der ersten Folge noch lange nicht alles unter Kontrolle ist...

Trotz dieser vielleicht etwas viel anmutenden Handlungsfäden sind die einzelnen Episoden der dreiteiligen Serie aber insgesamt ganz sinnvoll miteinander verknüpft. Entsprechend muss sich die Umsetzung als Hörspiel bestimmt nicht hinter der filmischen Vorlage verstecken und liefert – wie es so schön heißt – Kino für die (Fledermaus-)Ohren!

Offizielle Webseite (inklusive 'Batman' in der alphabetischen Auflistung): https://www.maritim-hoerspiele.de/katalog

P.S.: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Text, der von mir schon mal in einem anderen Blog veröffentlicht wurde, aber so nicht mehr existiert.

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