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from Der Hörold

In der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 sank die Titanic nach einem Zusammenstoß mit einem Eisberg auf der Fahrt von Europa nach Nordamerika. Dieses dramatische Ereignis fasziniert(e) seitdem Generationen und inspirierte unzählige Vertonungen. Hier kommen ein paar Beispiele!

Von links nach rechts liegen die CDs von 'Holmes', dem 'Baumhaus' und 'Was ist was' neben einem Handy mit TITANIC-Podcast

Was ist was – Die Reise der Titanic (Hörspiel plus 'Expediton Tauchboot')

„Keine Panik auf der Titanic. Das wird alles wieder gut“, behauptet das rote Ausrufezeichen Tess (gesprochen von Anna Carlsson), als sie einen Stapel von Theos Sachen umgestoßen hat. So ganz genau weiß sie allerdings anscheinend nicht, wie 'Die Reise der Titanic' geendet hat.

Im Gegensatz zu Theo, dem blauen Fragezeichen (gesprochen von Jakob Riedl). Kleiner Scherz am Rande: Bitte nicht verwechseln mit Jugenddetektiv Peter Shaw aus 'Die ???', der Spuren mit blauer Kreide markiert, während seine Freunde weiße oder rote verwenden.

Mit einer Zeitmachine fliegen Theo und Tess zurück bis ins Jahr 1909. In Belfast erfahren sie viel darüber, wie die Titanic in den folgenden Jahren überhaupt gebaut wurde. Danach gehen sie auch mit an Bord, um mehr über das Schiff zu lernen.

Nach Abfahrt am 10. April 1912 erleben sie die fantastischsten Dinge, denn der Ansatz der Reederei White Star Line ist es, vor allem auf Luxus zu setzen. Natürlich gibt es auch Leute, die ihre letzten Habseligkeiten zusammengekratzt haben, um sich eine Überfahrt zu leisten.

Reisende sind aber u.a. auch der Industriemagnat Benjamin Guggenheim und der Schriftsteller Jacques Futrelle, der die „Denkmaschine“ Professor van Dusen erfunden hat.

Nachdem Tess und Theo ihr Abenteuer auf der Titanic hinter sich gelassen haben, schließt sich die zweite Geschichte quasi nahtlos daran an. Denn bei einer 'Expediton Tauchboot' geht es hoch einmal hinab zum Wrack…

Offizielle Webseite: https://tessloff.com/produkt/was-ist-was-hoerspiel-die-reise-der-titanic-expedition-tauchboot-9783788643348/

Das magische Baumhaus – Verschollen auf hoher See (Hörbuch gelesen von Stefan Kaminski)

Die beiden Geschwister Anne und Philipp reisen immer wieder mal mit einem magischen Baumhaus durch Raum und Zeit. Worum es dieses Mal geht, deutet ein Pergament von der Zauberin Morgan mit einer geheimnisvollen Botschaft an: „Böse Magie übernimmt die Macht./ Ein Schiff – verloren in der Nacht./ Ein Geschenk, das euch anvertraut – mir für immer die Freiheit erkauft./ Klugheit, Mut, Vorsicht, Glück – bringen euch heil zurück.“

„Was hat das zu bedeuten?“, fragt Anne ihren Bruder daraufhin. Und die Antwort von ihm ist schon im Grunde klar, bevor sie zusätzlich noch ein Buch mit dem Bild der Titanic und dem Titel 'Das unsinkbare Schiff' entdecken: „Es kann nur eines heißen: Morgan braucht wieder unsere Hilfe!“

Anders als Theo und Tess landen die Kinder mit dem Baumhaus direkt in der Unglücksnacht auf der Titanic. Doch als die Katastrophe ihren Lauf nimmt, ist es gar nicht so einfach, mit den Passagieren zu reden. Viel Zeit bleibt ihnen nicht, um den Auftrag der Zauberin zu erfüllen...

Offizielle Webseite: https://www.hoerbuch-hamburg.de/hoerbuch/verschollen-auf-hoher-see-das-magische-baumhaus-22-9783844914597/

Sherlock Holmes – Die neuen Fälle 3: Die betrogenen Titanic-Passagiere

Auch das 'Allscore' Label hat das Thema mal in einer neu geschriebenen Geschichte für Sherlock Holmes (gesprochen von Christian Rode) aufgegriffen. Interessant ist, dass der Fall 1909 beginnt. Wie wir von 'Was ist was' wissen, begann da gerade mal der Bau der Titanic – und das Geschäft mit der Hoffnung.

„Ich verabscheue es mit ansehen zu müssen, wie die Vermögenden immer wohlhabender werden und das gemeine Volk gezwungen ist, von der Hand in den Mund zu leben“, leitet Watson (gesprochen von Peter Groeger) seinen Bericht ein. „Die Angelegenheit der betrogenen Titanic-Passagiere steht exemplarisch für die widerliche Habgier.“

Jedenfalls wendet sich Mister O’Malley an Holmes, weil er direkt schon Geld für die Reise mit der Titanic angelegt hat, aber die beiden Anbieter plötzlich untergetaucht sind. Sein größtes Unglück: Seine Frau hat ihn deswegen vor die Tür gesetzt. Aber mit seinem Verstand kann Holmes hoffentlich helfen…

Witzigerweise wird O’Malley von Klaus Herm gesprochen, der ab 1978 für die Hörspiele vom Berliner Radiosender RIAS in die Rolle von Hutchinson Hatch – den Begleiter von Professor van Dusen (!) – geschlüpft war. Zudem hatte er laut sherlockholmes.fandom.com selber einst Holmes gespielt, nämlich „...1982 im WDR-Hörspiel Das schaudererregende Abenteuer im Orient-Express“.

Offizielle Webseite: https://www.allscore.de/shop/produkt/die-betrogenen-titanic-passagiere-fall-03/

TITANIC war früher – Podcast von Torsten Gaitzsch und Tim Wolff mit Re-Reads aus dem Satire-Magazin

Nachdem in den Tipps hier die traurige Geschichte zumindest für die Hauptfiguren immer gut geendet hat, gibt es nun noch einen kleinen Seitenblick zum Podcast 'TITANIC war früher', der mit einem Bluesky-Post am 7.8.2025 so angekündigt wurde: „War TITANIC früher wirklich besser? Oder schlechter? Anders? Älter? Blöder? Klüger? Diesem Fragenbündel gehen die Satireveteranen Tim Wolff und Torsten Gaitzsch ab sofort Woche für Woche nach.“

Seitdem liefern die zwei Herren regelmäßig ab. Der Titel sowie der schräge Schriftzug des Logos spielen dabei wohl wie schon bei der Gründung des Satire-Magazins 1979 auf den Untergang der Titanic an. Ob also dann am Freitag, den 17. April 2026, noch eine Folge kommt?

Offizielle Webseite: https://shows.acast.com/titanic-war-fruher-der-endgultige-re-read-podcast

 
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from Der Hörold

Mit 'Loch Dorcha: See der Verdammten' hat Yves Eugene Hensel sein erstes Hörbuch kurz vor Halloween 2025 als Audible Original veröffentlicht. Klingt gruselig? Ist es auch. Nachdem der Autor davor zum Beispiel für die Videoserien 'Helgoland 513', 'Der König von Palma' und 'Ghosts' gearbeitet hat, verschlägt es nun eine junge Frau in die schottischen Highlands. Aber was sie da erwartet, ist nicht nur die raue Natur!

Links ist 'Bonobo Moussaka', rechts 'Loch Dorcha' zu sehen – beides gelesen von Aylin Tezel

Auf den Spuren ihres Vaters reist Zoe zum Loch Dorcha, wo dieser ursprünglich herstammt. Zur Vorbereitung hat sie ein bisschen recherchiert: „Der gälische Name bedeutete soviel wie dunkler See oder düsterer See. Der See, in dem ihre Mutter angeblich verschwunden war.“

Damals war sie ein kleines Mädchen. 30 Jahre später kehrt sie dorthin zurück, um zu erfahren, was passiert, „Wenn die Toten ihr Schweigen brechen“. So kündigt es zumindest eine Zeile auf dem Cover des Hörbuchs an.

Scheinbar brechen die aber nicht nur ihr Schweigen, sondern lösen „tödliche Ereignisse“ aus. Ist das alles einfach ein unglücklicher Zufall, bildet sich Zoe nur irgendwas ein oder gibt der Loch Dorcha seine Opfer frei, um sich neue zu holen?

Wenn Yves Eugene Hensel sein Schweigen bricht

Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, habe ich ein Interview mit Autor Yves Eugene Hensel geführt, der mir sein Hörbuch dafür vorab zur Verfügung gestellt hatte. Vor Kurzem ist im Februar 2026 die englischsprachige Version erschienen. Gelesen wird sie hauptsächlich von Daisy Ridley (vor allem bekannt als Rey aus 'Star Wars').

Ich schreibe „hauptsächlich“, weil an wenigen Stellen auch andere Stimmen zu hören sind. So ist es auch beim deutschen Original. Tim Gössler spricht den Barkeeper Cal, Judith Steinhäuser die Gastwirtin Adaira und Thomas Nicolai den übellaunigen Duncan.

Auf ins Kopfkino mit Aylin Tezel

Für die Hauptrolle wurde Schauspielerin Aylin Tezel ausgewählt, die davor bisher im Grunde nur 2021 das etwa einstündige Hörbuch 'Bonobo Moussaka' aufgenommen hat. Die Auswahl der Stimmen hat zwar Audible, getroffen, aber die Zusammenarbeit war für alle ein toller Erfolg.

'Loch Dorcha' war nicht nur für Yves eine Chance, sondern auch für Aylin, um neue Wege einzuschlagen: „Sie hatte sich gut vorbereitet. Wir haben viel über das Buch gesprochen und sie hat sich auch viele Gedanken gemacht. Auch medial hat sie sich voll und ganz eingebracht und es richtig hochgehalten. Das ist keine Selbstverständlichkeit.“

In einem Interview mit dem KulturBlog-Berlin lobt Aylin, dass Yves sehr filmisch geschrieben und sie auch gerne für eine Verfilmung bereitsteht. Auch Yves hatte erst einen Film im Kopf. Aber trotzdem ist das Hörbuch keineswegs zweite Wahl für ihn: „Ich tauche ja sehr tief in die Gedankenwelt der Figuren ein und das geht in einem Film tatsächlich nicht in diesem Ausmaß.“

Auf jeden Fall hat Yves Blut geleckt, wie er sagt: _„Ich möchte noch viel mehr im Audio- und Buchformat arbeiten und schreibe bereits an weiteren Büchern. Ich kann da aber noch nichts Konkretes verraten. Das ist natürlich auch eine harte Branche, von daher weiß ich noch gar nicht so genau, wie es weitergeht.“

Also heißt es, Augen – und Ohren – offenhalten. Hier geht es jedenfalls zu 'Loch Dorcha': https://www.audible.de/pd/Loch-Dorcha-See-der-Verdammten-Hoerbuch/B0FP26FL38

 
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from Der Hörold

Na, das ist ja ein dickes Ei! Am Ostersonntag 2026 steht für 18 Uhr die Weltpremiere vom Hörspiel 'Das Kontinuum: Ausgelöscht' auf dem Spielplan. Lou E. Proll beendet damit die laufende Staffel um Quint, den Meister des Chaos, im 'Kontinuum'-Multiversum. Jahrelang haben darauf Fans gewartet. Und wer noch nicht Fan ist, kann es ja noch werden. Sind schließlich noch ein paar Tage Zeit, um die paar Stunden der bisherigen Folgen durchzusuchten!

Screenshot aus der Video-Ankündigung vom „Hörspiel „Ausgelöscht“

Immerhin wurde 'Kriminelles', die erste Folge der Hörspielreihe 'Das Kontinuum', bereits am 15. August 2014 veröffentlicht. Keine zwei Wochen danach folgte 'Übernatürliches'. Für ein besseres Verständnis empfiehlt es sich aber, erst einmal 'Der Meister des Chaos' zu hören.

'Übernatürliches' wurde später auch nach diesem perfekten „Einstieg in das komplexe Kontinuum-Multiversum“ an zweiter Stelle in der Playlist eingeordnet, deren Reihenfolge laut Lou E. Proll „... halbwegs Sinn macht, aber nicht chronologisch ist!“

Per Anhalter durch das Kontinuum

Die Geschichten springen im 'Kontinuum'-Multiversum so fröhlich hin und her zwischen den Welten, Zeiten und Genres, dass das Ganze für die Eine oder den Anderen so ausufernd sein könnte, dass sich ein Blick in dieses Wiki lohnt: https://kontinuum.fandom.com/de/wiki/Kontinuum_Wiki

Die Rolle von Quint übernimmt Lou selbst. Die quasi zweite Hauptrolle Tahira wurde mit Yasmina Kley besetzt. Im Beschreibungstext heißt es über Tahira, dass ihr eigentlich nur ein besonderes Wesen ab und zu Trost im frustrierenden Alltag spendet: „Doch unbemerkt wächst in ihrem Innern etwas heran, das droht, alles zu zerstören, was ihr lieb und teuer ist.“

In weiteren Rollen sind übrigens u.a. Melle Teich als Athens sowie Julian Göke und Devon Wolters als zwei von mehreren Werbetafeln (!?) zu hören. Wir dürfen also gespannt sein, was uns dieses Mal im Kontinuum erwartet!

Hier gibt es auch noch eine offizielle Links-Übersicht von Lou E. Proll: https://loueproll.carrd.co/

P.S.: Zum Teil habe ich Absätze aus einem früheren Artikel von mir über 'Das Kontinuum' von der-hoerold.blogspot.com übernommen. Als Alternative zu dieser Google-Plattform habe ich aber im Zuge des Digital Independence Days im März 2026 diesen Blog hier gestartet. Mehr dazu: https://write.literatur.social/der-hoerold/special-zum-digital-independence-day

 
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from Der Hörold

„Es ging nie nur um den Bunker“, wird in einem Trailer zur Videoserie 'Paradise' gesagt. Ein Satz, der auch zu Marcus Staiger passen könnte. Einst gründete er das Deutschrap-Label 'Royal Bunker', war aber auch u.a. Fabrikarbeiter, Koch, Stadtführer… und Radiomoderator. 2021 kam dann sein erster 'Bunker:Talk' raus. Nach einem Dutzend Folgen machte aber dieser Podcast jahrelang Pause. Bis jetzt! Am 27. März 2026 veröffentlichte er nun zum neuen Staffelstart sein Gespräch mit Wolfgang M. Schmitt über „Champagner, Sozialismus, Kunst & Literatur“!

Screenshot aus dem Video vom Bunker:Talk mit Wolfgang M. Schmitt, im Bild links

Gleich zu Beginn gewährt Staiger auch persönliche Einblicke. Bevor es irgendwann die Möglichkeit gab, selbst einen Podcast zu machen, wurden seine Ambitionen als Talkmaster erst ausgebremst: „Das ist einer meiner großen Fails, dass ich bei Radio Fritz gearbeitet habe und die mochten mich nicht.“

Darunter hätte er schon gelitten. Doch dann gab es irgendwann kein Halten mehr. Beim 'Bunker:Talk' ging es in den vorherigen Folgen natürlich vorwiegend um Deutschrap. Staiger hatte u.a. Disarstar (u.a. Top-Ten-Album 'Rolex für alle'), PTK (Akronym von Pöbel tötet König), Yassin (neues Album “Zeit zu sterben” mit Audio88 kommt Mai '26) Moses Pelham und Fler vor dem Mikrofon.

Was könnt ihn Staiger fragen?

Deutschrap ist jetzt (leider) kein Thema. Es geht Staiger eher darum, welchen (politischen) Einfluss Kultur-Erzeugnisse wie Film, Literatur, Musik und Theater auf Menschen – und natürlich insbesondere auf Wolfgang M. Schmitt – hatten und haben können. Schließlich ist der Bunker-Präsident selbst vielseitig interessiert.

Zumindest gilt er laut genius.com „… scherzhaft als derjenige, der alle offenen und ungeklärten Fragen der Welt beantworten könne.“ Jedenfalls gab es mal eine Zeit, in der als Zusatz „könnt ihr Staiger fragen“ auf alle möglichen Themen angewendet wurde, nachdem Bushido diese Zeile in Bezug auf eine (Fax-)Nachricht rappte.

Überraschend beginnt daher das Gespräch zuerst mit der Frage, welches Getränk Schmitt bei seinem bekanntesten Webvideo-Format 'Die Filmanalyse' am Liebsten auf dem Tisch stehen hat. Es ist was Nichtalkoholisches. Darüber, dass er auch mal als „Champagnersozialist“ bezeichnet wurde, kann er selbst gut lachen. Denn das passt schon!

Odd Wolfgang kills them all

Dass er stets im Anzug auftritt, ist so ein anderer Punkt, der viele überrascht und quasi danach besprochen wird. Dabei sagt Schmitt, dass er schon als Jugendlicher – wie er es nennt – verhaltensauffällig war: „Ich habe mich eigentlich in der Schulzeit doch am Ende lieber mit dem Lehrer über den neuen Roman von Martin Walser oder Peter Handke unterhalten, als jetzt mit meinesgleichen darüber nachzudenken, wo man heute Abend aus dem Schlauch Bier trinkt.“

Nach etwas mehr als 70 Minuten erklärt Staiger schließlich, warum er Schmitt eigentlich auch eingeladen habe. Er möchte über unser „Wirtschaftssystem und was man sich da anderes vorstellen könnte“ reden.

Danach geht es unter anderem um Demokratie und Ungleichheit, Kapital, Konsum und Investitionen. Gerne hätte Staiger auch noch über kritische Männlichkeit mit Wolfgang M. Schmitt geredet. Aber nach dem ganzen Input davor plant er dafür lieber eine weitere Folge ein: „Okay, sparen wir uns auf für den nächsten Talk.“

Wir dürfen also aufs Sequel gespannt sein – oder wer demnächst befragt wird und dann zu diesem Thema was zu sagen hat! Gespannt bin ich auch, ob oder hoffentlich besser wie Schmitt sich neben Comedy-Charakter Jilet Ayse und Peter Fox („Pierre war hier gewesen“) auf der – ausgedruckten – Bunker-Wand verewigt.

Hier geht’s zur offiziellen Heimat vom 'Bunker:Talk', wo neben der Verlinkung zum Podcast z.B. auch das RB Antik mit alten mp3s und dem radio4real Archiv zu finden ist: http://www.royalbunker.de/

 
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from Der Hörold

Ihr seid zu Ostern auf der Suche … nach einem lustigen Hörspiel für Kinder? Vor gut zehn Jahren schrieb Frank Hammerschmidt für hoerspielprojekt.de das kostenlose, etwas mehr als eine Viertelstunde lange 'Das Osterhasen-Casting'. Das Besondere daran: Es dürfen alle Tiere daran teilnehmen.

Ausschnitt aus dem Cover zum Hörspiel zeigt ein Huhn im Kostüm vom Osterhasen

Die Henne Leni (gesprochen von Dagmar Bittner) sucht einen neuen Job. Denn ihr Leben war bis dahin nicht so schön, erzählt sie einem Igel, dem sie unterwegs begegnet: „In der Legebatterie war es schrecklich stickig und laut.“

Ignatius Igelsson (gesprochen von Werner Wilkening) möchte zum Osterhasen-Casting. Kurzerhand geht Leni als Assistentin des Tierarztes mit zum D.O.C. Was sie da erlebt, erinnert mich unter anderem entfernt an die Szene in der Zulassungsbehörde aus dem im Jahr 2016 veröffentlichten Film 'Zoomania' und das Hörspiel 'Hamsterdam' von der Deutschrap-Band Deine Freunde.

Ohne zu viel verraten zu wollen, muss ich allerdings darauf hinweisen, dass ihr neuer Job am Ende aus meiner Sicht auch etwas fragwürdig ist. Aber hört am besten selbst!

Hier geht’s zum Osterhasen-Casting: https://www.hoerspielprojekt.de/2017/04/14/download-das-osterhasen-casting/

 
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from Belletristik oder so

War wohl nicht so wichtig

Du wirst es mir nicht glauben Ich hab den Sinn des Lebens gefunden Grad beim Scheiße aufklauben Als ich spazieren ging mit den Hunden Kennst sie ja, sind total lieb die beiden Doch eben auch noch recht jung Ich sags dir, da muss man Katzen meiden Auch eben trotz guter Erziehung Die Nachbarskatze zum Beispiel Die heißt übrigens Eunuch Find ich als Namen zwar etwas skuril Aber sie erinnert mich immer an dieses Buch Ach wie hieß es denn nur? Weißt schon, mit dieser Katze die spricht Die Essen bekommt rund um die Uhr Der Schrecksenmeister oder nicht? Bei dem Buch hatte ich damals noch Musik auf den Ohren Während dem lesen mein ich, so nebenbei Dadurch hab ich an vielen Liedern die Lust verloren Du kennst doch Alt-J, die warn leider eben auch dabei Im Moment hör ich wieder viel King Gizzard Vor allem an dem neusten Metal Album Hör ich mich grad einfach nicht satt Da gehts um Klimawandel kurzum Mit der Natur schauts ja leider immer schlechter aus Naja heut werd ich noch die Sonne genießen Kommste mit mir noch n bissl raus? Wollte heut eh noch das Hochbeet gießen Das wächst dieses Jahr echt erstaunlich gut Da kann man sich wirklich nich beklagen So ich hol jetzt nur noch schnell meinen Hut Warte mal, was wollt ich dir nochmal sagen?

 
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from Belletristik oder so

Selbstbewusstsein

Oftmals nachm Sport Da fällt mir etwas auf Dieses eine kleine Wort Wart nur ich komm gleich drauf Da muss ich dann dran denken Wenn ich viel zu schnell nach Hause fahr Und das Auto grad noch so um die Kurve lenke Mit viel zu lauter Musik, is ja klar Oft ists Metal oder Hyperpop oder Techno Hauptsache richtig richtig laut Und natürlich n schnelles Tempo Wenn man sich dann einfach traut Als wärs ein riesiges Konzert Komplett schrill und ungehemmt So laut wies geht nur mitplärrt Und sich dabei trotzdem so gar nicht schämt Wenn es egal ist was man macht Wenn es egal ist was die andern toll finden Der Scham einfach entgegenlacht Man muss sich eigentlich einfach nur überwinden

 
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from Belletristik oder so

Das Mordmotiv

Die Maus und der Strauß sitzen draus vor ihrem haus. Lebten in einem Landhaus nähe Moskaus von Haus aus schon in saus und braus. Doch liefs durchaus eines Tages im Treppenhaus auf was anderes hinaus. Der Strauß fand an der Maus eine Laus und machte aus Angst heraus ihr den Garaus.

Es gab den Schein alles wäre fein doch ist das Fräulein nun ganz allein. Sie war nicht gemein, war kein Schwein und warf obendrein nie den ersten stein. Wieso nur kams in diesem Heim insgeheim zu dieser Pein? Was man doch alles tut nur für den Reim..

 
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from Becoming More

PURPOSE

Who am I? Why am I here?

The reason for which something is done, created or for which something exists. The Big Why. That inarguable reason.

Where am I going? Why am I headed in this direction?

Purpose is defined as the reason for BE-ing, for EXIST-ence. A driving force that propels.

To discover purpose is to dicover why we are here.

Anyone or anything whose purpose is not known is in danger of abuse.

Dr. Myles Munroe How can the best version of a life be lived when the reason for its existence is unknown?

In 2024, some think the idea of finding purpose is cliche. It’s not.

Purpose is powerful! The impact of clarity of purpose in a life changes everything.

By the time I found the answers to the question of my purpose I was years out of college. Seminars, books, student counselling sessions didn’t do it for me. On the other hand, there are those who already knew as soon as they could speak what their purpose was and that doesn’t make it any less valid.

I think there is something beautiful about the fact that we all have our own unique journeys to finding our purpose. The discovery of purpose creates a novel experience for each person.

Even when I found the answer to the question of my purpose I wasn’t sure if I had the right answers because the answer did not tick off the checklists from the many self-help books I’d read. All that about passion, gifts & talent, excitement, great sacrifice and work not feeling like work.

I just knew that I’d moved from doing and functioning to being and with that came a deep sense of meaning and fulfillment.

The impact was earth shaking, life changing!

“Work on being, not on having, for with what you are you shall have.” ~ Daisy Osborn

The sad thing though, is that many never find purpose. When I discovered my purpose I realized everyone on earth is here for a specific reason. I also realized that there are those who never find their purpose. The thought that a person can come into this world and just exist without finding true purpose is scary.

Most people just want to be doing something, especially when that something is lucrative and they are successful at it.

I recently came accross this quote by Diana Mereu “When you are purpose-oriented, you will move from “doing” to “being”, you will ask yourself more “why” questions than “what” questions, and you move from being just functional to fantastical.”

I couldn’t help but wish I had come accross this sooner as it resonated so much with my experience of finding my true purpose. My journey from the life of doing, getting and having to being and becoming.

It’s the inspiration for this blog.

What’s your purpose and how did you discover it? Find out mine in my next post.

“We did not just happen to be, we were chosen by God to exist” – Mother Angelica

“More men fail through lack of purpose than lack of talent.” – Billy Sunday”

The real tragedy is not death but a life lived without purpose” – Rick Warren

 
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from Clemens

introduction

Since 2019 Klaudia and I are running the Mastodon instance literatur.social. Back then, we knew that we do not have the time to maintain a Mastodon fork or even a customized installation. We already saw several other smaller instances being haunted by their custom Mastodon installations and every security release would involve a lot of stress getting the code base updated in time.

While the resource footprint of our instance has changed in the last years, the setup itself is still pretty much the same, simple (ansible-managed) docker-compose setup running the official docker image, with easy maintainability as the main design goal.

In summer 2023, we had the need to back-port several upstream changes for admin-webhooks for our automatic account approval system. Additionally we wanted do a few smaller changes, like extending the number of possible poll options was something that we really wanted to try out and also a few (hard-coded) rate limits needed changes. A customized docker image was born.

managing and maintaining small changes with minimal effort

We don't want to maintain a full fork of the Mastodon repository. We basically just want to create and maintain simple, minimalistic patch files. One can do this with the basic diff and patch tools, but especially updating patches that break due to changes is not possible in a meaningful way.

This is where quilt comes in:

Quilt is a tool to manage large sets of patches by keeping track of the changes each patch makes. Patches can be applied, un-applied, refreshed, etc.

It is extensively used, among others, by OpenWrt to manage several hundred Linux kernel patches, by Debian to maintain patches for building packages and others. Both OpenWrt and Debian have quilt pages, but they are quite specific and you will probably find better how-tos.

a quick quilt introduction

For quilt you will have a patches folder with: – the patches/*.patch files you work on – a patches/series file that lists the currently enabled patches with their order

If you have worked with version control systems like git, working with quilt will feel quite familiar, although there are a few differences: – patches are created before making the actual changes – files are added/assigned to patches before making the changes – everything outside of the added files will not be tracked

A typical workflow looks like this: 1. quilt new 001-my-patch-change-foobar-patch – create a new patch 2. adding the file and making the changes: – quilt edit foo/bar/fileToChange.bar – directly edit with quilt and your favourite EDITOR, orquilt add foo/bar/fileToChange.bar – add file to edit it in an external editor afterwards 3. quilt refresh – update the patch once you made your changes

The commands quilt push and quilt pop will allow you to apply and remove patches in your current working tree, changes are typically added to the last applied patch.

Disclaimer: This is not intended as a quilt tutorial, there is a lot more to it, (dealing with multiple patches, refreshing of failing patches, etc.) If more people are interested in this I might write another blog post, just write me a note at @datacop@literatur.social 😉

building a customized image

Building a custom Mastodon Docker image from scratch with the original Dockerfile would be the obvious way, but part from the build time and required build resources, the official image is well-tested and verified by the community within minutes of a new release.

This is why we decided to go the minimalistic way and apply our patches on top of the official release image by installing quilt, pushing the patches and re-compiling the assets.

This is the Dockerfile that we use to create our customized image:

FROM ghcr.io/mastodon/mastodon:latest
ARG DEVELOPMENT

# add a nice '+custom' version suffix
ENV MASTODON_VERSION_METADATA="custom"

USER root
RUN apt-get -y --no-install-recommends install quilt vim

# add patches and .quiltrc
COPY --chown=mastodon:mastodon patches /opt/mastodon/patches
COPY --chown=mastodon:mastodon .quiltrc /opt/mastodon/

# back to the mastodon user
USER mastodon
WORKDIR /opt/mastodon

# push all patches in the `series` file, do not fail if DEVELOPMENT
RUN quilt push -a -f || [ -n "${DEVELOPMENT}" ]

# Precompile assets again
RUN OTP_SECRET=precompile_placeholder SECRET_KEY_BASE=precompile_placeholder rails assets:precompile && \
    yarn cache clean

.quiltrc is just for nice looking patches and vim as default editor:

QUILT_DIFF_ARGS="--no-timestamps --no-index -p ab --color=auto"
QUILT_REFRESH_ARGS="--no-timestamps --no-index -p ab"
QUILT_PATCH_OPTS="--unified"
QUILT_DIFF_OPTS="-p"
EDITOR="vim"

docker build

To pull the lastest Mastodon release and build the image, run:

docker pull ghcr.io/mastodon/mastodon:latest
docker build . -f Dockerfile mastodon-custom

The image mastodon-custom will be your new, customized Mastodon image.

creating and updating patches

For creating and updating the patches I use this small shell script that builds a Mastodon container, starts it up with the local patches folder mounted as volume, and drops you in a shell where you can use quilt to do your changes and update your patches:

#!/bin/sh
set -xe
docker build . --build-arg DEVELOPMENT=1 -t mastodon-patch
docker run --rm -it -v $(pwd)/patches:/opt/mastodon/patches mastodon-custom /bin/bash
docker image rm mastodon-custom -f

conclusion

That's basically all the magic. This is an easy way to work with a few patches, and not lose the advantages of using the official Mastodon image. Especially backports of unreleased features from Mastodon's development branch were really easy to integrate.

We're currently running this in a GitLab instance to take advantage of GitLab's internal docker registry. On most Mastodon releases it is just needed to hit the rebuild button, once the Mastodon upstream image was updated.

Disclaimer: YMMV, further research is needed.

a word on dealing with major version updates

You might ask, But what if my patches break on updates?. Yes, you will have to fix and refresh your patches.

In our experience, smaller upstream changes are usually easily fixed by force-applying the patch, fixing every part of the patch that did not apply and refreshing the patch afterwards. We typically upgrade our instance within 1-2h of a new release.

For larger version updates, the upstream code might have changed so much, that you will have to re-write the patch. As soon as there are release-candidates, you can (and probably should) try to apply your patches on the release-candidate image tag to see if something breaks.

On bigger patch fails, find the pull request on GitHub that changed the parts you want to patch and understand what the upstream change intends to do. Mastodon's release notes are quite good, so the chances are quite high that you will find it there.

 
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from Klaudia Zotzmann-Koch

Ein neuer Blog ...

... oder zumindest ein erster Eintrag im writefreely, das wir für litera.tools aufgesetzt haben. Ich bin selbst schon ganz gespannt, wie sich die Dinge hier entwickeln werden und was es hier bald zu lesen gibt. Vielleicht sind ja ein paar Autorenkolleg:innen bald hier und schreiben ihre Texte und Gedanken nieder. Oder ich komme irgendwann auf die Idee, meinen eigenen Blog hierher zu übertragen. Oder einen ganz neuen anzufangen.

Writefreely ist, wenn ich das richtig sehe, aktuell vor allem auf Fließtext aus. Bilder kann man nur per URL einbinden, zB einige von denen, die ich bei Pixelfed oder Mastodon gepostet habe. Wäre ja auch was, das zu verbinden.

 
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