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from Der Hörold

„I would prefer not to.“, lautet der Satz, mit dem Herman Melville 1853 die wohlklingende Formel für passiven Widerstand geschaffen hat. Neben 'Moby Dick' ist sein Kurzgeschichte 'Bartleby, der Schreiber' eines der Werke, das es zur Weltliteratur brachte. Immer noch beschäftigt es die Menschen. So auch mit immer neuen Übersetzungen – wie im List Verlag (1997) – und Interpretationen als Hörbuch. Drei davon stelle ich hier vor: Vom Saarländischen Rundfunk (1975, beim DAV wiederveröffentlicht), vom Argon Verlag (2007) und vom WDR 5 (2024).

Das Buch 'Bartleby' von Herman Melville in der Mitte umrahmt von zwei Hörbuch-Varianten

Als ich mich zu Pfingsten entschloss, endlich mal 'Bartleby' zu hören, war mir nicht klar, wie verschieden dieser Text interpretiert würde. Dabei geht es nicht einmal nur darum, was aus ihm als Botschaft gezogen werden könnte, sondern auch wie die Übersetzungen die Interpretationen beeinflussen.

Die Interpretation durch die drei unterschiedlichen Sprecher Walter Hilsbecher (1975), Lambert Hamel (2007) und Benno Schulz (2024) sind dagegen nicht sonderlich überraschend von einander abweichend. Alle drei machen ihre Sache gut, als etwas älterer Ich-Erzähler darüber zu berichten, was mit Bartleby für ein seltsamer Mitarbeiter eines Tages in seine Anwaltskanzlei „eingezogen“ ist.

Das mit „eingezogen“ ist dabei später tatsächlich wortwörtlich zu verstehen. Denn nachdem Bartleby zu Beginn seine Arbeit als so genannter Kopist äußerst fleißig beginnt, lehnt er zusehends alles andere mit einem freundlichen Hinweis ab: „Ich würde vorziehen, es nicht zu tun.“

Erst möchte er nicht bei der Kontrolle anderer Schriftstücke helfen, dann keine Besorgungen machen und schließlich auch nicht mehr als Kopist arbeiten. Trotzdem möchte er aber auch nicht mehr das Büro verlassen. Doch was könnte das bedeuten und wo enden, wenn es jemand immer vorzieht, etwas lieber nicht zu tun?

Wie kann das übersetzt werden?

Es ist vor allem diese seine Ausdrucksweise, die Bartleby schwer fassbar macht. In einigen Übersetzungen heißt der Satz nämlich schlicht: „Ich möchte lieber nicht.“

Das trifft es aus meiner Sicht nicht so gut. An anderer Stelle funktioniert es aber bestens. Was mir bei der Übersetzung beim WDR als Wort zum Beispiel sehr gefallen hat, ist die Schimpftirade eines Kollegen, in der er Bartleby als einen „Möchtenicht“ bezeichnet. Die letzten Worte des Ich-Erzählers deuten an, dass es in der Schilderung Melvilles um mehr geht als um die irrwitzige Entwicklung eines Einzelschicksals: „Ah Bartleby! Ah humanity!“

Meistens wird es wohl mit „Ach Bartleby! Ach Menschheit!“ übersetzt. Aber auch hier setzt der WDR mit „Oh Bartleby! Oh Menschentum!“ einen anderen Akzent.

Demnach ginge es nicht um die Bevölkerung dieses Planeten, sondern eher um das, was das Sein des Menschen auszeichnet. Umso bedauerlicher ist es, dass nicht direkt angegeben wird, wer den Text für diese Interpretation übersetzt hat. Erst diese Übersetzung ermöglicht mir einen anderen Zugang zu der Geschichte. Etwas, was künstliche Intelligenz vermutlich so nicht hinbekommen kann.

Offizielle Seite: https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/lies-mir-was-vor/bartleby-der-schreiber-100.html

Podcast zum Widerstand …äh... Wohlstand für alle

Wolfgang M. Schmitt und Ole Nymoen haben sich auch in ihrem Podcast 'Wohlstand für alle' bereits im April 2021 mit 'Bartleby' beschäftigt. Wie üblich geht es ihnen um den Blick auf die ökonomischen Zusammenhänge.

Ole findet vor allem einen zweiten – neben dem ganz oben in der Einleitung verwendeten – Satz besonders bemerkenswert, den der Ich-Erzähler sagt: „Nichts erbittert einen ernsthaften Menschen so sehr wie passiver Widerstand.“ (Im Original: „Nothing so aggravates an earnest person as a passive resistance.“)

Zum Podcast: https://www.podcast.de/episode/698964574/literatur-4-herman-melville-bartleby-der-schreiber

Viele sehen daher in der Erzählung vor allem ein Beispiel dafür, wie Widerstand bis in die letzte Konsequenz durchgezogen werden könnte – vor allem dagegen, wie im Kapitalismus die Menschen als Humankapital versachlicht werden. Der Audio Verlag (DAV) nennt das Ganze dagegen auf der Hörspiel-Box eine „Erzählung, die Melvilles Ruf als Vertreter der amerikanischen Schauerromantik alle Ehre macht.“

Am Ende müssen alle eben doch selbst interpretieren, was ihnen dieses Werk an Erkenntnis bringt.

 
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from Der Hörold

Ich weiß noch genau, wie das alles begann! Das Hörspiel 'Die drei ??? – und der Super-Papagei' legte am 12. Oktober 1979 den Grundstein für eine Serie, die langsam aber sicher auf die 250. Folge zusteuert. Dass ich es das erste Mal gehört habe, ist erst etwas später gewesen. Es aber jetzt noch mal mit deutlich Abstand Revue passieren zu lassen, macht Spaß!

Kassette vom Hörspiel „Die drei ??? – und der Super-Papagei“

„Hey Peter, jemand ruft um Hilfe!“, stellt Justus Jonas (gesprochen von Oliver Rohrbeck) im ersten Satz der Geschichte fest und eröffnet das Ganze doch schon recht dramatisch. Kurz danach werden Peter (gesprochen von Jens Wawrczeck) und er von einem Mann mit einer Waffe bedroht.

Dabei sollte es nur darum gehen, dass die Junior-Detektive einen verschwundenen Papagei wiederfinden sollen. Oder auch zwei. Jedenfalls vermisst auch Irma Waggoner (gesprochen von Katharina Brauren) ihren Vogel. Alle Tiere sag(t)en seltsame Sprüche auf wie zum Beispiel: „Weiß wie Schnee – rot wie Blut – braun wie Zedernholz. Ist Sherlock Holmes zu Hause?“

Der unheimliche Mann lässt die Jungs natürlich laufen, weil alles ein Missverständnis gewesen sei und der Papagei wieder da sein soll. Aber so leicht lassen sich die drei ??? nicht abwimmeln. Schließlich finden sie heraus, dass es noch mehr Papageien gibt. Und was diese zu erzählen haben, scheinen durchaus wertvolle Hinweise zu sein, um ein größeres Geheimnis zu lösen …

Ein paar Rätsel werden aber wohl nie gelöst werden: – Wieso krächzt ein Papagei schon im Versteck der drei ???, bevor sie überhaupt einen gefunden haben? – Warum spricht Justus vom Anruf seiner Mutter, obwohl er bei seinem Onkel und seiner Tante wohnt? – Wieso wird ein Ara auf dem Cover gezeigt, obwohl der Super-Papagei ein schwarz-gefiederter Mynah (Bergbeo) ist?

Ruht in Frieden, Holmes, Hitchcock und Hugenay!

Als Erzähler schlüpft Peter Pasetti, der selbst in einer anderen Hörspiel-Serie Sherlock Holmes gesprochen hat, in die Rolle von Alfred Hitchcock. Der Original-Autor der Bücher hatte damals gefragt, ob er den berühmten Regisseur als Figur in seine Geschichten einbauen dürfte. Aus rechtlichen Gründen musste der Name später in Albert Hitfield geändert werden.

In diesem Fall treffen die drei ??? auch erstmals auf den französischen Meisterdieb Victor Hugenay (gesprochen von Wolfgang Kubach) – aber definitiv nicht das letzte Mal. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder in der Hörspiel-Serie. Aber das ist dann wohl „… ein spezialgelagerter Sonderfall“, der ein anderes Mal vielleicht genauer besprochen wird!

Offizielle Webseite (mit einer Special Edition): https://shop.play-europa.de/products/die-drei-und-der-super-papagei-folge-1-special-limited-vinyl-edition?srsltid=AfmBOopO6gecULyKm8k_1tBPimSekdDhpsyHK4Th24KQeMg946srVkTc

P.S.: Noch ein wichtiger Hinweis! In der CD-Version aus meiner Bücherei ist ein “Beipackzettel” enthalten. Darin heißt es: „Dieses Buch/Hörspiel ist vor vielen Jahren entstanden. Es enthält Geschichten oder Bilder, die Menschen diskriminieren und verletzten können. [...]. Bitte sprecht gemeinsam mit Erwachsenen darüber.“

 
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from Der Hörold

Im Einsatz fürs 'Project Hail Mary' – was soviel wie Himmelfahrtskommando oder Verzweifelungstat bedeuten könnte – wird der Astronaut Ryland Grace (in der Verfilmung gespielt von Ryan Gosling) auf eine Mission ins Tau-Ceti-Sternsystem geschickt. Dort soll er eine Lösung dafür finden, wie die Astrophagen bekämpft werden können, welche die Erde auszulöschen drohen. Doch er ist nicht der Einzige, der sich auf eine solche Suche gemacht hat. Kann der Feind meines Feindes ein bester Freund sein?

Deutsches Hörbuch zu 'Project Hail Mary' auf einem Handy, dahinter das Poster an einer Kino-Fassade

„Was ist zwei plus zwei?“, lautet der erste Satz im Hörbuch. Vielleicht deutet sich damit schon an, dass hier durchaus das erste Wort in Science Fiction bei dieser Geschichte einen ziemlich großen Raum einnimmt. Denn nahezu alles, was Grace macht und denkt, wird wissenschaftlich erklärt.

Warum fragt ihn der Bordcomputer diese einfache mathematische Aufgabe? Wie funktioniert sein Raumschiff? Und wie wird ein Kontakt mit einer Lebensform aufgenommen, die sich unter gänzlich anderen Rahmenbedingungen entwickelt hat?

„Was ist hier eigentlich los? Das wüsste ich wirklich gern, aber ich habe nicht viele Anhaltspunkte“, fragt sich Grace direkt auch selbst zu Beginn. Stellvertretend wohl für alle, die das in dem Moment gerade hören. Nach und nach kommt dabei Licht ins Dunkel. Die letzte Frage, die Grace am Ende des Hörbuchs stellt, ist diese: „Wer von euch kann mir sagen, wie groß die Lichtgeschwindigkeit ist?“

Guck mal, wer da spricht

Ryan Gosling wird im Film wie (nahezu?) immer von Tommy Morgenstern synchronisiert. Seine Stimme kennen Hörpsiel-Fans u.a. aus verschiedenen Produktionen von Titania Medien ('Gruselkabinett') und aus der Serie 'Howard Phillips Lovecraft – Chroniken des Grauens' von WinterZeit Audiobooks.

Als das Hörbuch 2021 aufgenommen wurde, war wahrscheinlich nicht absehbar, welcher Schauspieler den Astronauten spielen würde. Als Vorleser wurde damals Richard Barenberg ausgewählt. Schließlich wurde schon 2015 'Der Marsianer' von Andy Weir mit ihm aufgenommen. Mit der im letzten Monat veröffentlichten Lesung von 'Darth Bane' (Star Wars) bleibt er aber auch 2026 weiter der Science Fiction treu.

It’s... A Hard Days’ Night ...in a... Yellow Submarine … Across The Universe

Gewidmet ist der Roman von Andy Weir aber nicht einem Wissenschaftler wie Stephen Hawking, sondern John, Paul, George und Ringo. Vor allem ältere Semester wissen sofort, dass die englische Band The Beatles gemeint ist. Ihnen zu Ehren nennt Weir auch vier kleinere Info-Kapseln so, die zur Erde zurückgeschickt werden sollen, wenn Grace eine Lösung gegen die Astrophagen gefunden hat.

Andy Weir selbst soll Softwareentwickler sein, der sich einfach in seiner Freizeit für Physik, Mechanik und die Geschichte der bemannten Raumfahrt interessiert. Da ist es auf jeden Fall beeindruckend, was für Wissen zusammengetragen wurde – inklusive der Vorstellung einer zwischenmenschli... äh... zwischenlebensförmigen Begegnung!

Doch es gibt auch Kritik am Werk – zumindest was die Umsetzung fürs Kino angeht. Wolfgang M. Schmitt fasst das für 'Die Filmanalyse' in der Beschreibung zu seinem Video so zusammen: „Science-Fiction und Buddy-Komödie verbinden sich zu einem kruden Werk, das unfreiwillig das Verhältnis von Staat und Bürger klärt.“

Diese Einschätzung ist nicht ganz unberechtigt, würde ich sagen. Aber wer überlegt, Astrophysik, Exobiologie oder ähnliche Fächer studieren zu wollen oder sich in Anlehnung an – greife ich mal wie Wolfgang M. Schmitt die naheliegenden Vergleiche auf – 'Armaggedon' und 'Interstellar' auf ein kleines Weltraum-Abenteuer begeben mag, hat hier ein unterhaltsames Werk vorliegen.

Offizielle Webseite: https://www.penguin.de/autoren/andy-weir/526704

 
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from Der Hörold

Übermorgen am 14. Mai 2026 startet offiziell die Verfilmung vom Roman 'Glennkill' der bayrischen Autorin Leonie Swann aus dem Jahr 2005. Wer den so genannten „Schafskrimi“ weder sehen noch lesen kann oder mag, hat die Möglichkeit, stattdessen aufs Hörbuch gelesen von Andrea Sawatzki zurückzugreifen. Maucht auf jeden Fall eine Määh-nge Spaß!

"Glennkill" in der Brigitte Hörbuch-Edition

„Wer bringt uns jetzt Heu?“, ist eine der ersten Fragen der Herde vom irischen Schäfer Georg Glenn, als sie ihn tot neben dem Heuschuppen unweit des Feldweges finden. Miss Maple, das klügste Schaf von ganz Glennkill, beschäftigt aber was anderes: „Wollt ihr denn nicht wissen, woran er gestorben ist?“

An einem Spaten in seiner Brust, stellt Sir Ritchfield, der selbst als ältester Widder der Schafherde noch sehr gut sehen kann, das Offensichtliche fest und klar. Was Miss Maple (im Film Lily genannt und von Anke Engelke gesprochen) zu ihrer nächsten Frage führt: „Und woher der Spaten?“

Also beschließt das Schaf, den Spatenstecher zu überführen. Unterstützt wird Miss Maple dabei nicht nur von Ritchfield, sondern u.a. auch von der prächtig-wolligen Cloud, dem Zoo-Schaf Othello und Mopple (im Film gesprochen von Bastian Pastewka). Und Hilfe kann sie gebrauchen, denn schließlich ist der Mord ziemlich mysteriös …

Wem das Ganze übrigens gefallen hat, auch wenn es sich um eine leicht gekürzte Lesung handelt, der kann auch noch zu zwei Fortsetzungen greifen. 2010 folgte 'Garou' als ungekürztes Hörbuch ebenfalls gelesen von Andrea Sawatzki und schließlich vor wenigen Wochen im April 2026 'Widdersehen' gelesen von Maren Kroymann.

Wer allerdings lieber mal die Autorin Leonie Swann treffen und vorlesen hören möchte, hat in den nächsten Monaten Gelegenheit dazu: – 13.05.2026 Bremen, Thalia (Obernstraße 44-54) – 26.06.2026 Odenthal, Kräutergarten im Küchenhof (Carl-Mosterts-Str. 1) – 21.07.2026 München, Literaturhaus (Salvatorplatz 1)

Offizielle Webseite: https://www.dumont-buchverlag.de/buch/leonie-swann-glennkill-9783755815556-t-7819

 
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from Der Hörold

Gerade hat Hape Kerkeling wieder einen Kinohit mit 'Horst Schlämmer sucht das Glück' gelandet. Der kauzige Chefredakteur eines erfundenen Lokalblatts erlebt seit 2005 die schrägsten Abenteuer – u.a. 2007 in seinem ersten Hörbuch 'Ein Mann, ein Fjord'. Zumindest stielt er da in einer Nebenrolle quasi allen anderen die Show!

Das Cover zum Hörbuch zeigt Horst Schlämmer links und Hape Kerkeling rechts im Wasser eines Fjords

„Isch war nicht der Hauptakteur, aber isch war mit dabei. Und das ist wirklisch alles so wahr passiert, wie et hia erzählt wird. Jetzt pascht einfach ma’ uuf. Es is’ wirklisch ein Spielfilm für de Ohren“, leitet Horst Schlämmer nach der Vorstellung der wichtigsten Personen in die Geschichte ein.

Was er als Spielfilm für die Ohren ankündigt, ist tatsächlich kein „ganz normales“ Hörbuch. Die Dialoge werden direkt gesprochen und die Szenen nur kurz beschrieben wie beispielsweise hier: „Informationsstand im Einkaufszentrum. Norbert und Ute warten. Die Verkäuferin Waltraut Schwarz-Ebershagen ist im Gespräch mit Horst Schlämmer.“

Hauptakteur ist aber wie gesagt ein anderer, nämlich Norbert Krabbe. Der arbeitslose Bürokaufmann nimmt an quasi jedem Preisausschreiben teil und gewinnt auch mal eine Handnähmaschine, einen Römertopf (ohne Deckel) und … einen Fjord. Zumindest er freut sich darüber: „Das ist so eine Art Fluss – und der wird nach mir benannt!“

Der Haken daran ist aber, dass er dafür nach Norwegen reisen muss. Und so beginnt eine „Heldenreise“, wie sie sich der griechische Dichter Homer nicht besser für Odysseus hätte ausdenken können – inklusive einer Sirene namens Uschi Blum!

Horst Schlämmer sucht das Glück

  • 2005 wurde Horst Schlämmer ursprünglich für die RTL-Sendung 'Hape trifft' entwickelt.
  • 2007 folgte dann der Spielfilm (für die Ohren, bevor er verfilmt wurde) 'Ein Mann, ein Fjord'
  • 2009 erster Kinofilm 'Isch kandidiere'
  • 2026 zweiter Kinofilm 'Horst Schlämmer sucht das Glück'

Leider scheint es aber keine gute Idee gewesen zu sein, Horst „wiederzubeleben“. In seinem (Video-)Podcast 'Die Filmanalyse' bescheinigt Wolfgang M. Schmitt dem aktuellem Film, der schon nach wenigen Wochen eine halbe Millionen Zuschauer:innen angezogen hat, schlimmer als 'Das Kanu des Manitu' und der letzte 'Stromberg'-Film zu sein. Für ihn ist er sogar „...eine bodenlose Frechheit!“

Warum Wolfgang M. Schmitt zu so einem vernichtenden Urteil kommt, könnt ihr euch bei Youtube und Spotify kostenlos anhören. Hier ist die die Steady-Abo-Seite dazu: https://steady.page/de/die-filmanalyse-abo/posts/7d340027-9d16-485d-ad61-061b44f1c434

Offizielle Webseite von Tacheles/Roofmusic zum Hörbuch: https://tacheles-hoerbuch.de/project/ein-mann-ein-fjord/

P.S.: Wer Wolfgang M. Schmitt übrigens nicht kennt, kann hier mehr über sein Interview im 'Bunker:Talk' von Marcus Staiger erfahren: https://write.literatur.social/der-hoerold/bunker-talk-podcast-von-staiger-hat-neue-staffel-mit-wolfgang-m

 
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from Belletristik oder so

War wohl nicht so wichtig

Du wirst es mir nicht glauben Ich hab den Sinn des Lebens gefunden Grad beim Scheiße aufklauben Als ich spazieren ging mit den Hunden Kennst sie ja, sind total lieb die beiden Doch eben auch noch recht jung Ich sags dir, da muss man Katzen meiden Auch eben trotz guter Erziehung Die Nachbarskatze zum Beispiel Die heißt übrigens Eunuch Find ich als Namen zwar etwas skuril Aber sie erinnert mich immer an dieses Buch Ach wie hieß es denn nur? Weißt schon, mit dieser Katze die spricht Die Essen bekommt rund um die Uhr Der Schrecksenmeister oder nicht? Bei dem Buch hatte ich damals noch Musik auf den Ohren Während dem lesen mein ich, so nebenbei Dadurch hab ich an vielen Liedern die Lust verloren Du kennst doch Alt-J, die warn leider eben auch dabei Im Moment hör ich wieder viel King Gizzard Vor allem an dem neusten Metal Album Hör ich mich grad einfach nicht satt Da gehts um Klimawandel kurzum Mit der Natur schauts ja leider immer schlechter aus Naja heut werd ich noch die Sonne genießen Kommste mit mir noch n bissl raus? Wollte heut eh noch das Hochbeet gießen Das wächst dieses Jahr echt erstaunlich gut Da kann man sich wirklich nich beklagen So ich hol jetzt nur noch schnell meinen Hut Warte mal, was wollt ich dir nochmal sagen?

 
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from Belletristik oder so

Selbstbewusstsein

Oftmals nachm Sport Da fällt mir etwas auf Dieses eine kleine Wort Wart nur ich komm gleich drauf Da muss ich dann dran denken Wenn ich viel zu schnell nach Hause fahr Und das Auto grad noch so um die Kurve lenke Mit viel zu lauter Musik, is ja klar Oft ists Metal oder Hyperpop oder Techno Hauptsache richtig richtig laut Und natürlich n schnelles Tempo Wenn man sich dann einfach traut Als wärs ein riesiges Konzert Komplett schrill und ungehemmt So laut wies geht nur mitplärrt Und sich dabei trotzdem so gar nicht schämt Wenn es egal ist was man macht Wenn es egal ist was die andern toll finden Der Scham einfach entgegenlacht Man muss sich eigentlich einfach nur überwinden

 
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from Belletristik oder so

Das Mordmotiv

Die Maus und der Strauß sitzen draus vor ihrem haus. Lebten in einem Landhaus nähe Moskaus von Haus aus schon in saus und braus. Doch liefs durchaus eines Tages im Treppenhaus auf was anderes hinaus. Der Strauß fand an der Maus eine Laus und machte aus Angst heraus ihr den Garaus.

Es gab den Schein alles wäre fein doch ist das Fräulein nun ganz allein. Sie war nicht gemein, war kein Schwein und warf obendrein nie den ersten stein. Wieso nur kams in diesem Heim insgeheim zu dieser Pein? Was man doch alles tut nur für den Reim..

 
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from Becoming More

PURPOSE

Who am I? Why am I here?

The reason for which something is done, created or for which something exists. The Big Why. That inarguable reason.

Where am I going? Why am I headed in this direction?

Purpose is defined as the reason for BE-ing, for EXIST-ence. A driving force that propels.

To discover purpose is to dicover why we are here.

Anyone or anything whose purpose is not known is in danger of abuse.

Dr. Myles Munroe How can the best version of a life be lived when the reason for its existence is unknown?

In 2024, some think the idea of finding purpose is cliche. It’s not.

Purpose is powerful! The impact of clarity of purpose in a life changes everything.

By the time I found the answers to the question of my purpose I was years out of college. Seminars, books, student counselling sessions didn’t do it for me. On the other hand, there are those who already knew as soon as they could speak what their purpose was and that doesn’t make it any less valid.

I think there is something beautiful about the fact that we all have our own unique journeys to finding our purpose. The discovery of purpose creates a novel experience for each person.

Even when I found the answer to the question of my purpose I wasn’t sure if I had the right answers because the answer did not tick off the checklists from the many self-help books I’d read. All that about passion, gifts & talent, excitement, great sacrifice and work not feeling like work.

I just knew that I’d moved from doing and functioning to being and with that came a deep sense of meaning and fulfillment.

The impact was earth shaking, life changing!

“Work on being, not on having, for with what you are you shall have.” ~ Daisy Osborn

The sad thing though, is that many never find purpose. When I discovered my purpose I realized everyone on earth is here for a specific reason. I also realized that there are those who never find their purpose. The thought that a person can come into this world and just exist without finding true purpose is scary.

Most people just want to be doing something, especially when that something is lucrative and they are successful at it.

I recently came accross this quote by Diana Mereu “When you are purpose-oriented, you will move from “doing” to “being”, you will ask yourself more “why” questions than “what” questions, and you move from being just functional to fantastical.”

I couldn’t help but wish I had come accross this sooner as it resonated so much with my experience of finding my true purpose. My journey from the life of doing, getting and having to being and becoming.

It’s the inspiration for this blog.

What’s your purpose and how did you discover it? Find out mine in my next post.

“We did not just happen to be, we were chosen by God to exist” – Mother Angelica

“More men fail through lack of purpose than lack of talent.” – Billy Sunday”

The real tragedy is not death but a life lived without purpose” – Rick Warren

 
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from Clemens

introduction

Since 2019 Klaudia and I are running the Mastodon instance literatur.social. Back then, we knew that we do not have the time to maintain a Mastodon fork or even a customized installation. We already saw several other smaller instances being haunted by their custom Mastodon installations and every security release would involve a lot of stress getting the code base updated in time.

While the resource footprint of our instance has changed in the last years, the setup itself is still pretty much the same, simple (ansible-managed) docker-compose setup running the official docker image, with easy maintainability as the main design goal.

In summer 2023, we had the need to back-port several upstream changes for admin-webhooks for our automatic account approval system. Additionally we wanted do a few smaller changes, like extending the number of possible poll options was something that we really wanted to try out and also a few (hard-coded) rate limits needed changes. A customized docker image was born.

managing and maintaining small changes with minimal effort

We don't want to maintain a full fork of the Mastodon repository. We basically just want to create and maintain simple, minimalistic patch files. One can do this with the basic diff and patch tools, but especially updating patches that break due to changes is not possible in a meaningful way.

This is where quilt comes in:

Quilt is a tool to manage large sets of patches by keeping track of the changes each patch makes. Patches can be applied, un-applied, refreshed, etc.

It is extensively used, among others, by OpenWrt to manage several hundred Linux kernel patches, by Debian to maintain patches for building packages and others. Both OpenWrt and Debian have quilt pages, but they are quite specific and you will probably find better how-tos.

a quick quilt introduction

For quilt you will have a patches folder with: – the patches/*.patch files you work on – a patches/series file that lists the currently enabled patches with their order

If you have worked with version control systems like git, working with quilt will feel quite familiar, although there are a few differences: – patches are created before making the actual changes – files are added/assigned to patches before making the changes – everything outside of the added files will not be tracked

A typical workflow looks like this: 1. quilt new 001-my-patch-change-foobar-patch – create a new patch 2. adding the file and making the changes: – quilt edit foo/bar/fileToChange.bar – directly edit with quilt and your favourite EDITOR, orquilt add foo/bar/fileToChange.bar – add file to edit it in an external editor afterwards 3. quilt refresh – update the patch once you made your changes

The commands quilt push and quilt pop will allow you to apply and remove patches in your current working tree, changes are typically added to the last applied patch.

Disclaimer: This is not intended as a quilt tutorial, there is a lot more to it, (dealing with multiple patches, refreshing of failing patches, etc.) If more people are interested in this I might write another blog post, just write me a note at @datacop@literatur.social 😉

building a customized image

Building a custom Mastodon Docker image from scratch with the original Dockerfile would be the obvious way, but part from the build time and required build resources, the official image is well-tested and verified by the community within minutes of a new release.

This is why we decided to go the minimalistic way and apply our patches on top of the official release image by installing quilt, pushing the patches and re-compiling the assets.

This is the Dockerfile that we use to create our customized image:

FROM ghcr.io/mastodon/mastodon:latest
ARG DEVELOPMENT

# add a nice '+custom' version suffix
ENV MASTODON_VERSION_METADATA="custom"

USER root
RUN apt-get -y --no-install-recommends install quilt vim

# add patches and .quiltrc
COPY --chown=mastodon:mastodon patches /opt/mastodon/patches
COPY --chown=mastodon:mastodon .quiltrc /opt/mastodon/

# back to the mastodon user
USER mastodon
WORKDIR /opt/mastodon

# push all patches in the `series` file, do not fail if DEVELOPMENT
RUN quilt push -a -f || [ -n "${DEVELOPMENT}" ]

# Precompile assets again
RUN OTP_SECRET=precompile_placeholder SECRET_KEY_BASE=precompile_placeholder rails assets:precompile && \
    yarn cache clean

.quiltrc is just for nice looking patches and vim as default editor:

QUILT_DIFF_ARGS="--no-timestamps --no-index -p ab --color=auto"
QUILT_REFRESH_ARGS="--no-timestamps --no-index -p ab"
QUILT_PATCH_OPTS="--unified"
QUILT_DIFF_OPTS="-p"
EDITOR="vim"

docker build

To pull the lastest Mastodon release and build the image, run:

docker pull ghcr.io/mastodon/mastodon:latest
docker build . -f Dockerfile mastodon-custom

The image mastodon-custom will be your new, customized Mastodon image.

creating and updating patches

For creating and updating the patches I use this small shell script that builds a Mastodon container, starts it up with the local patches folder mounted as volume, and drops you in a shell where you can use quilt to do your changes and update your patches:

#!/bin/sh
set -xe
docker build . --build-arg DEVELOPMENT=1 -t mastodon-patch
docker run --rm -it -v $(pwd)/patches:/opt/mastodon/patches mastodon-custom /bin/bash
docker image rm mastodon-custom -f

conclusion

That's basically all the magic. This is an easy way to work with a few patches, and not lose the advantages of using the official Mastodon image. Especially backports of unreleased features from Mastodon's development branch were really easy to integrate.

We're currently running this in a GitLab instance to take advantage of GitLab's internal docker registry. On most Mastodon releases it is just needed to hit the rebuild button, once the Mastodon upstream image was updated.

Disclaimer: YMMV, further research is needed.

a word on dealing with major version updates

You might ask, But what if my patches break on updates?. Yes, you will have to fix and refresh your patches.

In our experience, smaller upstream changes are usually easily fixed by force-applying the patch, fixing every part of the patch that did not apply and refreshing the patch afterwards. We typically upgrade our instance within 1-2h of a new release.

For larger version updates, the upstream code might have changed so much, that you will have to re-write the patch. As soon as there are release-candidates, you can (and probably should) try to apply your patches on the release-candidate image tag to see if something breaks.

On bigger patch fails, find the pull request on GitHub that changed the parts you want to patch and understand what the upstream change intends to do. Mastodon's release notes are quite good, so the chances are quite high that you will find it there.

 
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from Klaudia Zotzmann-Koch

Ein neuer Blog ...

... oder zumindest ein erster Eintrag im writefreely, das wir für litera.tools aufgesetzt haben. Ich bin selbst schon ganz gespannt, wie sich die Dinge hier entwickeln werden und was es hier bald zu lesen gibt. Vielleicht sind ja ein paar Autorenkolleg:innen bald hier und schreiben ihre Texte und Gedanken nieder. Oder ich komme irgendwann auf die Idee, meinen eigenen Blog hierher zu übertragen. Oder einen ganz neuen anzufangen.

Writefreely ist, wenn ich das richtig sehe, aktuell vor allem auf Fließtext aus. Bilder kann man nur per URL einbinden, zB einige von denen, die ich bei Pixelfed oder Mastodon gepostet habe. Wäre ja auch was, das zu verbinden.

 
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