Der Hörold

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„Schon mal was von Herbstfeuer26 gehört?“, fragte Ben am 15. September 2026 sein Publikum schon im Titel der Folge 56. Vermutlich lautete die Antwort bei allen „Nein“. Zumindest nicht in Bezug auf das, was er dann vorgestellt hat. Dabei geht es nämlich darum, dass er selbst eine fortlaufende Geschichte wie in einem experimentellen Hörbuch erzählt. Ausgang ungewiss, aber das ist ja der Reiz daran!

Folge vom Podcast 'Dailyklappentext' auf einem Smartphone

„Nein, ich wär nicht wirklich Danger Ben – wenn ich nicht Lust hätte auf ein Experiment./ Mal die Grenzen auszuloten, was erlaubt und was verboten.../ ist, und will euch meine Meinung hier erzählen“, lege ich ihm mal die Worte aus einem bekannten Deutschrap in den Mund. Es ist nämlich wahrscheinlich so wie bei Danger Dan: „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt!“

Lauschen wie am Lagerfeuer

So politisch wie bei dem Rapper von der Antilopen Gang wird es aber – wahrscheinlich – nicht werden. Eher denkt Ben bei Herbstfeuer26 an einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer, bei dem einfach einer schönen Erzählung gelauscht werden kann: „Diese Geschichte wird das Thema 'Feuer' haben. Dabei werde ich die Geschichte von Folge zu Folge weitererzählen. Diese Geschichte ist nicht geschrieben. Das heißt, ich denke sie mir aus, während ich sie spreche.“

Natürlich wird Ben sich einen groben Plot überlegen. Aber auch die Termine, wann die nächsten Folgen veröffentlicht werden, sind noch nicht vorgegeben. Zudem dürfen alle noch eigene Ideen einbringen, wer da was wie erleben könnte: „Ich werde gucken, ob ich es schaffe, dass ich so ein Lagerfeuer-Geräusch als Hintergrund anmache ... und dann werden wir uns auf eine kleine Reise begeben.“

Wir sind die Coolsten, wenn wir cruisen

Im nun veröffentlichten ersten Teil lernen wir Martina kennen. Sie ist 80 Jahre alt, arbeitet in einem Antiquariat und ist glücklich mit Herbert verheiratet. Während eines Italien-Urlaubs am Mittelmeer entdeckt das kinderlose Paar etwas Ungewöhnliches am Horizont: „Wer genau auf die Idee kam, ein Schiff zu mieten, dass wusste [später] keiner mehr.“

„Irgendetwas war dort ... und sie wussten genau, sie müssen dort hin. Doch was war es?“, endet der erste Teil von dieser experimentellen Lesung. Ob es eine ordentliche Odyssee oder ein cozy Cruise wird, bleibt dabei erst einmal spannend.

Die Folge, in der erklärt wird, worum es bei Herbstfeuer26 geht, findet ihr u.a. hier: https://dailyklappentext.letscast.fm/episode/folge-565-schon-mal-was-von-herbstfeuer26-gehoert-formatroulette

Folgen-Übersicht (wird immer mal wieder aktualisiert, Stand: 22.09.2026): 00) 565: Schon mal was von #Herbstfeuer26 gehört? 01) 572: Der Sonnenstrahl

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„Es ging nie nur um den Bunker“, wird in einem Trailer zur Videoserie 'Paradise' gesagt. Ein Satz, der auch zu Marcus Staiger passen könnte. Einst gründete er das Deutschrap-Label 'Royal Bunker', war aber auch u.a. Fabrikarbeiter, Koch, Stadtführer… und Radiomoderator. 2021 kam dann sein erster 'Bunker:Talk' raus. Nach einem Dutzend Folgen machte aber dieser Podcast jahrelang Pause. Bis jetzt! Am 27. März 2026 veröffentlichte er nun zum neuen Staffelstart sein Gespräch mit Wolfgang M. Schmitt über „Champagner, Sozialismus, Kunst & Literatur“!

Screenshot aus dem Video vom Bunker:Talk mit Wolfgang M. Schmitt, im Bild links

Gleich zu Beginn gewährt Staiger auch persönliche Einblicke. Bevor es irgendwann die Möglichkeit gab, selbst einen Podcast zu machen, wurden seine Ambitionen als Talkmaster erst ausgebremst: „Das ist einer meiner großen Fails, dass ich bei Radio Fritz gearbeitet habe und die mochten mich nicht.“

Darunter hätte er schon gelitten. Doch dann gab es irgendwann kein Halten mehr. Beim 'Bunker:Talk' ging es in den vorherigen Folgen natürlich vorwiegend um Deutschrap. Staiger hatte u.a. Disarstar (u.a. Top-Ten-Album 'Rolex für alle'), PTK (Akronym von Pöbel tötet König), Yassin (neues Album “Zeit zu sterben” mit Audio88 kommt Mai '26) Moses Pelham und Fler vor dem Mikrofon.

Was könnt ihn Staiger fragen?

Deutschrap ist jetzt (leider) kein Thema. Es geht Staiger eher darum, welchen (politischen) Einfluss Kultur-Erzeugnisse wie Film, Literatur, Musik und Theater auf Menschen – und natürlich insbesondere auf Wolfgang M. Schmitt – hatten und haben können. Schließlich ist der Bunker-Präsident selbst vielseitig interessiert.

Zumindest gilt er laut genius.com „… scherzhaft als derjenige, der alle offenen und ungeklärten Fragen der Welt beantworten könne.“ Jedenfalls gab es mal eine Zeit, in der als Zusatz „könnt ihr Staiger fragen“ auf alle möglichen Themen angewendet wurde, nachdem Bushido diese Zeile in Bezug auf eine (Fax-)Nachricht rappte.

Überraschend beginnt daher das Gespräch zuerst mit der Frage, welches Getränk Schmitt bei seinem bekanntesten Webvideo-Format 'Die Filmanalyse' am Liebsten auf dem Tisch stehen hat. Es ist was Nichtalkoholisches. Darüber, dass er auch mal als „Champagnersozialist“ bezeichnet wurde, kann er selbst gut lachen. Denn das passt schon!

Odd Wolfgang kills them all

Dass er stets im Anzug auftritt, ist so ein anderer Punkt, der viele überrascht und quasi danach besprochen wird. Dabei sagt Schmitt, dass er schon als Jugendlicher – wie er es nennt – verhaltensauffällig war: „Ich habe mich eigentlich in der Schulzeit doch am Ende lieber mit dem Lehrer über den neuen Roman von Martin Walser oder Peter Handke unterhalten, als jetzt mit meinesgleichen darüber nachzudenken, wo man heute Abend aus dem Schlauch Bier trinkt.“

Nach etwas mehr als 70 Minuten erklärt Staiger schließlich, warum er Schmitt eigentlich auch eingeladen habe. Er möchte über unser „Wirtschaftssystem und was man sich da anderes vorstellen könnte“ reden.

Danach geht es unter anderem um Demokratie und Ungleichheit, Kapital, Konsum und Investitionen. Gerne hätte Staiger auch noch über kritische Männlichkeit mit Wolfgang M. Schmitt geredet. Aber nach dem ganzen Input davor plant er dafür lieber eine weitere Folge ein: „Okay, sparen wir uns auf für den nächsten Talk.“

Wir dürfen also aufs Sequel gespannt sein – oder wer demnächst befragt wird und dann zu diesem Thema was zu sagen hat! Gespannt bin ich auch, ob oder hoffentlich besser wie Schmitt sich neben Comedy-Charakter Jilet Ayse und Peter Fox („Pierre war hier gewesen“) auf der – ausgedruckten – Bunker-Wand verewigt.

Hier geht’s zur offiziellen Heimat vom 'Bunker:Talk', wo neben der Verlinkung zum Podcast z.B. auch das RB Antik mit alten mp3s und dem radio4real Archiv zu finden ist: http://www.royalbunker.de/

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Diesen Artikel hatte ich zuerst am 1. März 2026 unter hoerold.blogspot.com veröffentlicht. Es geht darum, sich von den Big-Tech-Plattformen zu lösen. Leider gibt es da bei mir auch selbst noch viel zu tun. Deswegen wird das Thema hier noch einmal neu aufgegriffen!

Ein Aufkleber von Mastodon

Nach der ursprünglichen Veröffentlichung wurde ich von https://digitalcourage.social/@mupan freundlicherweise darauf hingewiesen, ob ich nicht eine Alternative zu Blogspot von Google nutzen könnte: „Wenn du mit deinem Blog ins Fediverse ziehst, wo ich keine Cookies akzeptieren soll, dann lese ich ihn mit Interesse!“

Ja, klar! Warum nicht? Versuchen wir es doch mal hiermit:

Twitter heißt X, sonst ändert sich nix? Leider Nein! Als Elon Musk im Oktober 2022 die Social-Media-Plattform übernahm, war schnell klar, dass damit die Stimmung endgültig kippt. Doch wohin ausweichen? Ende des Monats stand mit https://literatur.social/@der_hoerold mein Mastodon-Account.

Über drei Jahre später sind dort aber leider die aktiven Fans von den Themen Hörspiel und Hörbuch noch immer überschaubar – wie (m)eine kleine, aber wachsende Bestandsaufnahme zeigt. Zeit und ein Versuch, das zum heutigen Digital Independence Day zu ändern!

Wen ihr euch fragt, was Mastodon überhaupt ist, hilft vielleicht dieses Zitat vom DI.DAY aus dem Wechselzezept zu Mastodon weiter. Es ist ein „…Verbund aus vielen kleinen Netzwerken („dezentral“), meist werbefrei und in der Hand der Nutzer:innen. Es gibt keinen Algorithmus, der Dich wütend machen will – Du siehst, was Deine Freunde posten, chronologisch und entspannt.“

Bitte (un-)auffällig folgen!

Ich folge unter anderem diesen 25 Accounts (hier am 04.09.2026 aktualisiert in alphabetischer Reihenfolge von A bis Z) von:

Ist da nicht vielleicht auch was für euch dabei? Da ja jetzt an jedem ersten Sonntag im Monat der Digital Independence Day (DID) / Digitaler Unabhängigkeits-Tag (DUD) stattfindet, ist das doch vielleicht hilfreich zu wissen, wer euch da erwartet.

Worum geht es beim Digital Independence Day?

Falls ihr euch fragt, was beim DID / DUT kritisiert wird, noch ein offizielles Zitat aus dessen FAQ hier: „Mit ihrer (Quasi-)Monopolstellung bestimmen Unternehmen wie X, Meta, Microsoft, Amazon, Apple, Spotify, ByteDance (TikTok) […] weltweit, wie wir uns online informieren, wie wir diskutieren, kommunizieren oder handeln.“

„Abhängigkeit macht verletzlich“, heißt es weiter. „Technische Ausfälle, politische Entscheidungen oder wirtschaftliche Interessen können ganze Bereiche lahmlegen.“

Digitale Unabhängigkeit heißt deshalb: „Mehr Selbstbestimmung, mehr Transparenz, mehr Resilienz und mehr Verantwortung. Sie stärkt Individuen, schützt die Vielfalt unserer Gesellschaft und sorgt dafür, dass Technologie uns dient – und nicht umgekehrt.“

Der DID ist keine Pflicht, sondern eine Freude. Und der nächste DID kommt bestimmt – nämlich immer am ersten Sonntag im Monat!

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