Der Hörold

Hörspiel

Erfunden wurden Alwyne und Colin Hargreaves vom englischen Autor Georg Allen Upward (20. September 1863 – 17. November 1926). Ihren ersten Auftritt hatten der Spuk-Experte und seine Sekretärin in 'The Story of the Green House'. Ihr Fall 'The Haunted Woman' lieferte die Vorlage fürs Hörspiel 'Heimgesucht'. Danach entschied sich Regisseur Marc Gruppe aber dafür, fürs 'Gruselkabinett' neu geschriebene Fortsetzungen ins Rennen zu schicken. Erst folgte 'Heimgekehrt', dann 'Heimweh'!

CD von 'Heimweh' und links daneben die Rückseite von einem anderen Hörspiel mit Stepanie Kellner und Benedikt Weber

Was 'Heimweh' besonders interessant macht, ist die Tatsache, dass ein echter Kriminallfall im Hotel del Coronado die Grundlage für das Hörspiel liefert. Eine Frau namens Kate Morgan (gesprochen von Janina Sachau) war dort unter falschem Namen Gästin.

Fünf Tage nach ihrer Ankunft wurde sie an einer Treppe zum Strand am 28. November 1892 erschossen aufgefunden. Bei Wikipedia hat sie einen eigenen Eintrag, in dem auch darauf eingegangen wird, dass sie dort noch immer spuken soll.

Welcome to the Hörspiel California

Das Geisterjäger-Paar Alwyne und Colien Hargreaves (gesprochen von Stephanie Kellner und Benedikt Weber) trifft 1933 in dem kalifornischen Hotel eher zufällig auf den tieftraurigen Geist von Kate Morgan.

Bei ihren Nachforschungen bezüglich der Erscheinung befragen sie unter anderem Mr. Gromer (gesprochen von Jürgen Thormann), der 1892 gerade erst wenige Jahre im Hotel an der Rezeption gearbeitet hatte.

Er berichtet ihnen, dass Kate Morgan sehnsüchtig auf die Ankunft oder zumindest eine Nachricht ihres „Bruders“ gewartet hätte. Mehrmals täglich kam sie zu ihm, um nachzufragen: „Ist etwas für mich angekommen oder abgegeben worden, Mr. Gromer?“

„Ich werde wiederkommen“, sagte sie ihm bei ihrem letzten Gespräch, nachdem er wieder einmal verneinen musste. Das dürfte als Erklärung, warum sie dort angeblich noch immer wartet, ganz gut nachvollziehbar sein. Aber ein Rätsel bleibt: Was führte zu dem tödlichen Schuss?

Offizielle Webseite: https://titania-medien.de/album/folge-109-per-mcgraup-heimweh

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„1862 war London eine Stadt voller Schatten, ein Ort sozialer Widersprüche. […]. Überall dazwischen, der von Ruß geschwängerte dichte Nebel, der alles umhüllte und die finsteren Geheimnisse der Stadt zu verbergen schien“, leitet Erzähler Kevin Germanicus in dieses Hörspiel ein. Was uns dann erwartet, ist dabei tatsächlich finster. Denn 'Der Todeskutscher von London' liefert nicht nur Scotland Yard genug Material für schlaflose Nächte!

Ausschnitt aus dem Cover zum Hörspiel zeigt den Todeskutscher von London

Als das Ehepaar Aster (gesprochen von Anja Klukas und Alexander Traxel) nach einem Theaterbesuch in eine freie Kutsche steigt, wird schnell klar, dass das ein Fehler war – ein tödlicher Fehler. Doch ein Raubmord kann nahezu ausgeschlossen werden. Beiden Opfern wurden die Hände abgetrennt!

Um dieses mysteriöse Verbrechen aufzuklären, holt sich Inspektor Holland (gesprochen von Jan Abraham) für die Ermittlung einen beförderten „Streifenpolizisten“ zur Hilfe. Diese Erfahrung von Detective Reed (gesprochen von Michael Malewski) ist für Holland entscheidend: „Als ehemaliger Bobby kennen Sie sich mit ihrer Spürnase ja auch mit den etwas finsteren Seitenstraßen aus.“

Doch bevor er im ersten Fall vorankommt, werden direkt zwei weitere, genauso verstümmelte Leichen gefunden. Eine Spur führt dabei zum Hauptbahnhof, wo ihnen von illegalen Kutschfahrern berichtet wird. Aber ist der Täter darunter?

Guten Soundjob mit dem Hörspiel gemacht

Verantwortlich für Buch, Produktion, Cut, Sound, Musik und Mix ist Markus Hildebrandt von Soundjob. Wie der Filmregisseur Alfred Hitchcock oder Comic-Veteran Stan Lee taucht er auch in einem kleinen Cameo-Auftritt als Otto auf. Ansonsten hat er sich ein tolles Ensemble aus der HoerTalk-Community zusammengesucht, um seinem Todeskutscher Leben einzuhauchen.

Interessant ist auch die Erwähnung eines so genannten deutschen Viertels in London – welches es aber anscheinend gar nicht gegeben hat, wenn ich das auf die Schnelle richtig in meiner Online-Suche gesehen habe.

Die Dachzeile „Anatomie des Schreckens“ auf dem Cover ist übrigens als Hinweis zu verstehen, dass es sich um die Pilotfolge einer ganzen Reihe von Geschichten handelt. Mit 'Überlebe' ist im April 2026 noch ein Hörspiel veröffentlicht worden, das aber wohl inhaltlich nichts mit dem Todeskutscher zu tun hat. Auf jeden Fall dürften gerne weitere finstere Geheimnisse aufgedeckt werden!

Offizielle Webseite: https://www.hoerspielprojekt.de/music/der-todeskutscher-von-london/

#HoerTalk #Hörspiel #AnjaKlukas #MarkusHildebrandt #JanAbraham

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Diesen Artikel hatte ich zuerst am 1. März 2026 unter hoerold.blogspot.com veröffentlicht. Es geht darum, sich von den Big-Tech-Plattformen zu lösen. Leider gibt es da bei mir auch selbst noch viel zu tun. Deswegen wird das Thema hier noch einmal neu aufgegriffen!

Ein Aufkleber von Mastodon

Nach der ursprünglichen Veröffentlichung wurde ich von https://digitalcourage.social/@mupan freundlicherweise darauf hingewiesen, ob ich nicht eine Alternative zu Blogspot von Google nutzen könnte: „Wenn du mit deinem Blog ins Fediverse ziehst, wo ich keine Cookies akzeptieren soll, dann lese ich ihn mit Interesse!“

Ja, klar! Warum nicht? Versuchen wir es doch mal hiermit:

Twitter heißt X, sonst ändert sich nix? Leider Nein! Als Elon Musk im Oktober 2022 die Social-Media-Plattform übernahm, war schnell klar, dass damit die Stimmung endgültig kippt. Doch wohin ausweichen? Ende des Monats stand mit https://literatur.social/@der_hoerold mein Mastodon-Account.

Über drei Jahre später sind dort aber leider die aktiven Fans von den Themen Hörspiel und Hörbuch noch immer überschaubar – wie (m)eine kleine, aber wachsende Bestandsaufnahme zeigt. Zeit und ein Versuch, das zum heutigen Digital Independence Day zu ändern!

Wen ihr euch fragt, was Mastodon überhaupt ist, hilft vielleicht dieses Zitat vom DI.DAY aus dem Wechselzezept zu Mastodon weiter. Es ist ein „…Verbund aus vielen kleinen Netzwerken („dezentral“), meist werbefrei und in der Hand der Nutzer:innen. Es gibt keinen Algorithmus, der Dich wütend machen will – Du siehst, was Deine Freunde posten, chronologisch und entspannt.“

Bitte (un-)auffällig folgen!

Ich folge unter anderem diesen 25 Accounts (hier am 04.09.2026 aktualisiert in alphabetischer Reihenfolge von A bis Z) von:

Ist da nicht vielleicht auch was für euch dabei? Da ja jetzt an jedem ersten Sonntag im Monat der Digital Independence Day (DID) / Digitaler Unabhängigkeits-Tag (DUD) stattfindet, ist das doch vielleicht hilfreich zu wissen, wer euch da erwartet.

Worum geht es beim Digital Independence Day?

Falls ihr euch fragt, was beim DID / DUT kritisiert wird, noch ein offizielles Zitat aus dessen FAQ hier: „Mit ihrer (Quasi-)Monopolstellung bestimmen Unternehmen wie X, Meta, Microsoft, Amazon, Apple, Spotify, ByteDance (TikTok) […] weltweit, wie wir uns online informieren, wie wir diskutieren, kommunizieren oder handeln.“

„Abhängigkeit macht verletzlich“, heißt es weiter. „Technische Ausfälle, politische Entscheidungen oder wirtschaftliche Interessen können ganze Bereiche lahmlegen.“

Digitale Unabhängigkeit heißt deshalb: „Mehr Selbstbestimmung, mehr Transparenz, mehr Resilienz und mehr Verantwortung. Sie stärkt Individuen, schützt die Vielfalt unserer Gesellschaft und sorgt dafür, dass Technologie uns dient – und nicht umgekehrt.“

Der DID ist keine Pflicht, sondern eine Freude. Und der nächste DID kommt bestimmt – nämlich immer am ersten Sonntag im Monat!

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